Sonntag, 26. Juli 2020

~26.07.20~ Was will ich und wer bin ich?

Wie finde ich heraus, was ich WIRKLICH will und was gut für mich ist? Ich will so viel und doch irgendwie nichts. Ich will reisen, ich will ortsunabhängig arbeiten und die Welt bereisen, ich will im Tourismus und in der Entwicklungshilfe arbeiten, im Tier und Umweltschutz, ich will meine eigene Kita eröffnen, ich will eine Familie gründen, ich will erfolgreich und unabhängig werden, ich will genug Geld verdienen, um einfach sorgenlos leben zu können, ich will im Personalmanagement oder in der Logistik arbeiten, ich will selbstständig sein, ich will mit Tieren arbeiten und Hundetrainer werden, ich will Jurist werden und für Gerechtigkeit kämpfen, ich will, ich will, ich will so viel und irgendwie doch nichts. Ja so sieht meine Kriese aus, in der ich gerade stecke. Möglicher Weiße klingt das für dich nicht wie eine Kriese, aber es ist eine und zwar eine fundamentale, die die Existenz betrifft. Die Arbeit stellt die Existenz sicher und die Arbeit füllt den Hauptteil der Woche und somit auch des Lebens. Deshalb sollte der Job Spaß machen und idealer Weiße etwas sein, in dem man aufgeht, das einem Kraft gibt und wo man gerne Energie und Zeit investiert. Ich bin in der Situation, dass ich verschiedenste Interessen habe und sie nicht zusammen führen kann. Ich komme nicht zum Punkt, ich finde nicht das Eine, das mich besonders erfüllt, das Eine, das ich langfristig machen will. Immer wieder kommen Situationen in denen ich denke "Ja das will ich machen, ich werde das machen". Ich höre von Animal Hoarders und will im Tierschutz arbeiten, höre von schwer vermittelbaren Hunden und will Tiertrainer und Therapeut werden, ich höre von der Zerstörung der Natur und der Gefährdung und dem Sterben von Tieren und will in den Umwelt und Tierschutz, ich arbeite bei meinem Saisonjob oder lese über Reiseunternehmen, sehe die Seiten von Urlaubsparks, lese oder sehe Videos über nachhaltigen Tourismus und ich will in den Tourismus und am Liebsten ein eigenes Feriendorf aufbauen. Ich höre von Projekten für Jugendliche, die tolle Erfolge zeigen und will in die Jugendarbeit, ich höre von Situationen im Jugendamt und will dort arbeiten, ich höre von gutem Gehalt im Bereich der Logistik und dem Personalmanagement und will dort hin, weil ich ja auch gerne plane und organisiere. Ich höre von Menschen, die mit ausgebauten Vans Weltreisen machen und als Digital Nomads leben und ich will das machen, ich will ausziehen und eine eigene Wohnung haben aber eigentlich will ich auch in einem Wohnwagen und in einem tiny House leben und eigentlich will ich ja sowieso zu Hause bleiben, um mehr vom Leben unseres jungen Briards mit zu bekommen, aber ich will so wohnen, dass meine Katzen Freilauf haben können und will eigentlich nicht mehr mit meiner Mutter zusammen wohnen aber eigentlich auch nicht die ganze Zeit alleine sein. Ich will eigentlich was Handwerkliches machen um etwas zu erschaffen und mir mein eigenes Tiny House zu bauen aber eigentlich ist das zu anstrengend, ich will in die Entwicklung und Forschung zu alternativen Brennstoffen und Stromerzeugung sowie Speicherung aber bin viel zu schlecht in Mathe. Und überhaupt bin ich sowieso inkompetent und sollte einfach stumpf vor mich hin arbeiten als kleine Erzieherin in einer Gruppe, wie so viele Andere, weil ich nichts Besonderes bin und mir viel zu viel auf mich einbilde. Denke ich könnte wirklich was verändern, das Leben zumindest für ein paar Leute besser machen.
Wie kann ich heraus finden, was ich wirklich will und was wirklich das Richtige für mich ist?

~26.07.20~ Wie weiß ich, wann ich sterben sollte?

***TRIGGERWARNUNG BEHANDELT SUIZID***
Gibt es einen Moment, einen Punkt im Leben, in dem man sagt "Es reicht, ich habe alles versucht, nichts hilft, es ist Zeit zu sterben" und das auch wirklich weiß? Gibt es so was oder sind das nur Phasen? Woher weiß man, dass man alles versucht hat? Woher weiß ich, dass jetzt die Zeit gekommen ist, meinem Leben ein Ende zu setzen? Ich weiß es nicht, aber ich hatte heute, vorhin um genau zu sein, eine solche Situation. Ich war am Ende, ich war überzeugt, mir kann keiner helfen und mein Leben ist sinnlos, ich war frustriert, weil ich nicht weiß, was ich will, wo mein Weg hin gehen soll, was ich brauche und wie ich diesen Zustand endlich beenden kann. Meine einzige Lösung in dieser Situation war, mir das Leben zu nehmen. Aber ich schreibe gerade diesen Text, also kann ich wohl nicht tot sein. Was ist also passiert? Nichts. Ich habe unter der Dusche einen kurzen Heul-krampf bekommen und war am Ende, wollte nicht mehr. Es war für mich vorbei, Ende, genug. Aber ich hab nach der Dusche einfach weiter gemacht und erstaunlicher Weise (so kenne ich das auch nicht) wurde es sehr schnell wieder besser. Ich lag im Bett und schaute mir ein Live-Video von Takis Shelter an. (Sehr zu empfehlen übrigens) Und als ich da so lag, mit meiner Katze bei mir und zu schaute, wie Takis sich um die vielen Hunde kümmert und niemals aufgibt, ging es mir einfach so besser. Ich habe meinen Katzen ihr Futter gerichtet (sie bekommen 2x täglich Nassfutter abends mit Medikamenten und ich wiege das Nassfutter und auch das Trockenfutter vor und nach dem Auffüllen um immer einen Überblick zu haben, wie viel meine Katzen essen. Jeder hat einen Sure Feed) und habe mit meiner Mutter wieder normal reden können und habe normal auf die Tagesschau reagiert. Mir geht es jetzt so gut, wie es mir vor meinem extremen Tief ging. Nicht dass es mir jetzt gut geht, aber ich will nicht mehr sterben. Ich sehe meine Katzen an und denke "Nein ich kann sie nicht verlassen". Meine Katzen lieben mich. Die Eine - Maya - hat noch meinen Bruder als zweiten Lieblingsmenschen den sie wohl als Alternative akzeptieren würde, bevorzugt aber mich. Milou hingegen wird sehr unsauber wenn ich länger nicht da bin. Sie hatten weniger Probleme mit einem Ortswechsel, als wenn ich nicht da war aber sie in ihrer gewohnten Umgebung blieben. Hätte ich meine Katzen nicht, denke ich, ich hätte wohl zumindest schon einen Versuch hinter mir. Jetzt haben wir ja auch einen jungen Briard und auch wenn meine Beziehung zu ihr noch nicht richtig ausgeprägt ist (vermutlich weil ich wenig mit ihr mache und meine Gefühle ohnehin ziemlich abgestumpft sind) will ich doch sehen, wie sie sich entwickelt und will bei ihr sein, will ihr Leben begleiten.
Es ist schon was wahres dran, wenn gesagt wird, Tiere sind die besseren Menschen. Sie können oft so viel besser für einen da sein, als andere Menschen. Ich bin ohnehin allein, wenn ich meiner Mutter irgendwas sage, fängt sie entweder an über ihre Probleme zu reden oder sagt so was wie "Ach nein, sag nicht so was, es ist ja nicht alles blöd" oder so. Ich denke, sie weiß auch einfach nicht, was sie sagen soll und wie sie mir helfen kann. Nicht ihre Schuld, es macht mich aber trotzdem immer wieder wütend weil es sich in der Situation so anfühlt, als würde sie mich einfach gar nicht ernst nehmen und verstehe den Ernst der Situation nicht.
Na ja back to topic. Woher weiß ich denn jetzt, wann ich alles versucht habe, wann der Zeitpunkt gekommen ist, mir das Leben zu nehmen? Ich denke es ist schwer zu wissen, ob man wirklich alles versucht hat. Man weiß bei Depressionen auch nicht, ob es besser werden kann, so bleibt oder gar noch schlimmer wird. Es ist nicht so eindeutig wie z.B. bei einer Krebserkrankung. Chemo und Strahlentherapie helfen nicht und auch alle anderen Behandlungen helfen nicht, dann hat man alles versucht und nichts hilft. Dann weiß man sicher, dass man nichts tun kann. Aber diese Menschen wollen in der Regel nicht sterben, ein suizidaler Mensch, will nicht mehr leben, weiß aber nie, wann der Punkt erreicht ist, wo nichts mehr geht. Vermutlich erst, wenn er den erreicht hat, weiß er es. Aber jeder der mal suizidal war oder es ist, weiß, dass es immer wieder Tage und Momente gibt, in denen man denkt, es geht nicht mehr und überzeugt ist, dass jetzt der Moment gekommen ist, das Leben zu beenden. Und jeder kennt es, dass relativ kurz danach diese Überzeugung nicht mehr ganz so überzeugt ist. Nicht, dass es einem besser geht, aber man will sich auch nicht mehr akut umbringen.
Kann ein Mensch glücklich werden, der schon seit der frühen Kindheit an tiefen chronischen Depressionen leidet? Wenn das hier jemand liest, dem es so ging und der jetzt glücklich ist, darf mich gerne kontaktieren, ich würde gerne wissen, wie er es geschafft hat denn ich selbst glaube ehrlich gesagt nicht daran, dass es möglich ist wirklich glücklich zu werden.

Montag, 6. Juli 2020

Ein neuer Morgen eine neue Woche

Es wäre schön, wenn ich sagen könnte, es ginge mir gut und meine Woche hätte gut angefangen. Mir geht es aber noch immer sehr be...scheiden und meine Woche hat auch nicht gut angefangen. Wobei das ehrlicher Weise mit meiner Mutter tatsächlich leider auch schwer ist. Sie hat ein echtes Talent dazu, einem die Laune zu vermießen und über zu reagieren. Sie ist ständig genervt und on Edge wie es im Englischen so passend heißt. Heute hat sie mich zusammen gestaucht, weil ich die Nachrichten, die sie ja unbedingt jeden Morgen gucken muss, kommentiert hab. Ich bin nun Mal kein Fan von Deutschland und dessen Arbeitsweise. In diesem Moment war ich aber eigentlich ohnehin mehr mit dem Hund beschäftigt und es bezog sich gar nicht wirklich auf den Beitrag. Wenn man aber nicht Mal ooooch sagen darf, dann ist irgendwas falsch. Nicht bei mir. Sie hatte mir vor kurzem auch gesagt, dass sie meine Gefühle im Moment nachempfinden kann, weil sie auch depressiv ist. (Und ja es ging dann schon Wieder um sie) Ich vermute also, dass sie so mies drauf ist, weil sie aktuell "depressiv" ist oder sich halt nicht gut fühlt. Wäre ich immer so in Edge "nur" weil ich depressiv bin, könnte man mit mir nie normal reden. Aber sie darf das. Ich nicht versteht sich. Ohnehin scheint sie gar nichts zu verstehen wie es mir geht und wie es ist, nicht zu wissen, wie man glücklich ist und glücklich wird. Sie kommt immer nur mit Meditation als wäre das die ultimative Lösung. Als hätte es sie fundamental verändert. Sie hat sich sehr verändert, aber sie rafft immer noch nicht, dass sie mich unfair behandelt, Ich-zentriert ist und egoistisch ist. Sie hat in der Realität meines Empfindens nach null Verständnis für meine Situation. Ich sag ihr ich bin in einer Lebenskrise und sie macht sich mehr oder weniger darüber lustig und kommt mit dummen Kommentaren. Ja es mag keine Midlife-Crisis sein, aber die Gefühle und das Problem sind die gleichen, wenn nicht sogar noch akuter.

Donnerstag, 2. Juli 2020

~02.07.20~ Ein weiterer Tag

Mit chronischen Depressionen leben zu müssen, ist scheiße. Heute ist Mal wieder einer dieser Tage, an denen ich extrem kurz davor war, zu versuchen, mein Leben zu beenden. "Leider" ist das Medikament, das von unserem Epileptiker Hund übrig ist, schon für Kinder ab 6 Monaten und meinen Recherchen nach, ist es auch Überdosiert nicht lebensgefährlich. In meinen weiteren Recherchen habe ich aber eine überraschende Alternative gefunden, die schmerzlos und schnell sein soll. Das benötigte Material ist auch nicht verschreibungspflichtig. Ich würde es mir ja bestellen, aber leider hab ich immer noch etwas in mir, was dann einen Rückzieher macht.
Aber wieso will ich sterben? Stell dir vor, du weißt nicht, wie es sich anfühlt, wirklich glücklich und zufrieden zu sein. Dann hast du noch einen sozialen Beruf und deine aktuelle Arbeitsstelle ist bescheiden. Wo nur das Negative auffällt und man ständig korrigiert wird. Dann mache ich ja auch ein Fernstudium Soziale Arbeit. Hier bin ich auch wenig erfolgreich. Im Praktikum komme ich mir die letzten Tage auch wie ein unfähigen Depp vor. Ohnehin ist es raus geschmissenes Geld und Zeit, was soll ich damit anfangen, wenn ich nicht Mal vernünftig als Erzieherin arbeiten kann? Ich bin müde, so unglaublich müde, ich will einfach nicht mehr. Alles ist für mich sinnlos geworden und ich habe das Gefühl, ich bin überall der Depp, der ohnehin nichts auf die Reihe bekommt. Ich kann nichts wirklich und bekomme nichts wirklich auf die Reihe. Ich habe nichts, was mich besonders macht, ich bin ersetzbar durch Leute, die es besser können als ich. Die netter sind, kompetenter, leistungsfähiger, gut aussehend, selbstbewusster, eigenständiger... Es gibt nichts, was mich besonders auszeichnet, außer meine Depressionen. Ich habe eine instabile Gefühlswelt und bin nur wenig belastbar, ich werde schnell gestresst und dann auch schnell unfreundlich und unsanft. Ich habe ein soziales Defizit wenn es zur Interaktion mit anderen Menschen kommt, Kommunikationsprobleme, über hundert Narben, ein pickeliges Gesicht und unförmige Körperproportionen. Ich habe kein soziales Umfeld und bin nie irgendwo wirklich wichtig oder eine Ansprechperson. Ich bin die, die mit läuft, Anweisungen befolgt und grimmig oder depremiert guckt. Ich bin die, die Sachen vergisst, obwohl sie schon längst Routine sein sollten. Ich bin die, die sich selbst nicht leiden kann, an sich selbst zweifelt und aus Angst etwas falsch zu machen oder zu sagen ständig unsicher und angespannt ist. Ich bin die, die denkt, sie könne eines Tages eine eigene Einrichtung haben, Kinder adoptieren und Anderen helfen. Wo ich mir doch selbst nicht helfen kann. Ich bin die, mit unrealistischen Träumen und Plänen, die nicht weiß was sie wirklich will. Aber es ist im Endeffekt auch egal. Früher oder später werde ich sterben. Denn wenn mich etwas aus macht, dann, dass ich die mit den chronischen Depressionen bin, die ihr Leben nicht auf die Reihe bekommt, keine Freunde hat, weil sie sozial inkompetent ist. Das bin ich und dafür lohnt es sich nicht zu leben. Man sagt, jedes Leben sei kostbar, es gäbe immer Leute, denen ich wichtig bin, die mich lieben. Ich glaube nicht Mal, dass meine Geschwister mich lieben. Meine Mutter würde über meinen Tod auch weg kommen, weil ich genug Ärger mache. Meine Katzen würden sich einen anderen Bezugsmensch suchen. Und die wenigen Menschen, die meine Freunde sind, würden mich auch nicht vermissen, weil ich so wenig Kontakt mit ihnen habe, dass sie keinen Unterschied merken würden und ohnehin beide auch andere Freunde haben. Bessere, die normal sind. Nicht sozial inkompetent und emotional instabil. Das ist mein Grund, dass ich sterben will. Wer einen Sinn in einem solchen Leben findet, darf es mir gerne schreiben. Ich finde keinen. Heute habe ich überlebt, aus Mangel an Mitteln. Aber wie lange noch...?

Dienstag, 21. Mai 2019

The disarming case to act right now on climate change | Greta Thunberg





true. Same someone wrote in an article in german. Most people and Businesses will not change anything, as long as they can chose not to. But if a law says you have to do it, it need to be changed.
the exaample was the law for seat belts. So many were against it. VW even said, they don't want to build it in, because they're not that much into savety.
Still, nowadays every car has seatbelts and we are down from about 20.000 deaths on the street to about 8.000 or less.
So what we need is no hope, no scientists who tell us, what we need to do, but people who have the power to take the knowledge of these scientists and put them into laws who will force the countries, Businesses and all the individual people to change something.
I agree with Greta, I can't get, what is so difficult about that, if we already know how to save our earth.

Sonntag, 3. Februar 2019

~2.2.19~ Eine Runde Mitleid

Es ist wahr, ich rede - oder denke - in Bezug auf mich sehr ungern von Mitleid geschweige denn SELBST-Mitleid. Aber ich muss zugeben, ich versinke gerade in Selbstmitleid.
Auch wenn ich denke, dass viele oder gar jeder diese Situation oder ähnliche kennt, stört es mein Ego extrem, dass ich es tatsächlich wage, mich selbst zu bemitleiden. Wer sich selbst bemitleidet, der sieht doch die Dinge nicht mehr klar, der ist total Ich-zentriert und interessiert sich nicht wirklich für Andere.
Bin ich wirklich so? Ich hoffe nicht.
Na ja dazu aber vielleicht später. Erst Mal zur Situation, in der ich gerade im Selbstmitleid versinke und ein Teil von mir es nicht fassen kann während der große Rest in Trauer versinkt.
Ich komme gerade von einem Konzert, das zu Gunsten einer jungen Frau meines Ortes statt fand.
Sie hatte einen Autounfall und ist seitdem Querschnittsgelähmt.
Es gab bereits einen Spendenlauf der Realschule, an der sie gewesen war, eine Spendenaktion von der Schule, an der sie die Ausbildung machte und Spenden ihres Arbeitgebers.
Der Musikverein, in dem sie gespielt hatte, veranstaltete nun dieses Konzert. In so einem kleinen Ort wie dieser wo noch "jeder jeden kennt" kannte ich dieses Mädchen von früher. Ich kannte die Familie oder zumindest die beiden Mädchen als die, die überall beliebt waren, immer mit einem breiten Lächeln zu sehen waren, die einfach jeder kannte und mochte. Eine äquivalente Familie gibt es noch mal in unserem Ort. Sie sind aber in keinem Verein aktiv. Trotzdem sind sie überall bekannt und beliebt. Damals war ich mit den beiden Mädchen befreundet. Das hat sich dann aber recht schnell aufgelöst, weil sie immer so viele Freunde hatten, die sie treffen wollten.
So war es immer, alle meine wenigen Freunde, hatten sehr viele andere Freunde, für die immer Zeit gefunden wurde. Und ich blieb allein.
Während mein Bruder schon seit der Kindheit einen sehr guten Freund hat und meine Schwester seit der Grundschule. War ich immer die, die sehr lange keine richtig guten Freunde hatte, die mich gefragt haben, "willst du dich mit mir treffen?" Die Frage stellte immer ich und bekam oft die Antwort "Ich treff mich schon mit (füge einen Namen ein)".
Erst in der weiterführenden Schule fand ich nach einem Klassenwechsel Freunde. Diese Freundschaften lösten sich nach und nach mit Schulabschluss auf. Die beiden die am längsten bestanden hatten, da endete die Eine mit Abschluss der Ausbildung, die ich mit dieser noch gemacht hatte, oder eigentlich irgendwie schon vorher. Es war eben keine dieser Freundschaften, wo man sich einfach öfter mal außerhalb der Schule trifft. Auch die digitalen Kontakte wurden weniger. Die noch übrig gebliebene Freundin, von der ich immer behauptete es sei meine "beste Freundin" und sie selbiges von mir behauptete, "verlor" ich, während sie im Ausland war, weil ich fest stellen musste, dass sie sich genau so wenig bei mir meldete, wie jemand, mit dem ich zeitgleich Kontakt hatte, der aber keinerlei Interesse hatte den Kontakt von sich aus zu halten.
Lange Rede kurzer Sinn, ich hatte nach meiner Ausbildung im Grunde eine "so-was-wie-Freundin" mit der ich in der Ausbildung in der gleichen Klasse gewesen war.
Ich sehe sie noch heute als meine Freundin auch wenn wir auf einer ganz grundlegenden Ebene doch ziemlich verschieden sind und ich glaube, genau deshalb sich aus unserer Freundschaft, keine richtig intensive Freundschaft entwickeln kann. Mehr eben diese Klassenkameraden-Freundschaft.
Man versteht sich, man kann sich treffen und unterhalten. Viel tiefer geht es nicht.
Ich hatte auch versucht mal wieder einen Kontakt mit meiner ehemaligen besten Freundin her zu stellen, wollte mich mit ihr treffen um dann zu hören, "es wäre nett, dich mal wieder zu sehen aber ehrlich gesagt, sehe ich keinen Sinn darin, dass wir uns treffen. Wir haben uns auseinander gelebt"

Wieso ich das hier alles schreibe? Weil es alles damit zusammen hängt, dass diese junge Frau, die ich schon immer für ihre Ausstrahlung und Beliebtheit bewundert habe, nun so viel Rückhalt bekommt, jeder sorgt sich, Freunde bleiben ihr erhalten, ein ganzer Ort zeigt Anteilnahme und es steht eine starke Gemeinschaft um sie herum.
Also bin ich eiversüchtig? Nein, das auf jeden Fall nicht. Ich finde es super toll, dass mein Wohnort sich auch nicht von jemandem abwendet, wenn ihm etwas passiert und es schwierig wird. Dass Vereine, Freunde, Bekannte, ehemalige Schulen alle Rückhalt bieten. Ich finde das wirklich super toll und war heute zu Tränen gerührt.

Ich beneide sie dafür, dass sie für so viele Menschen so wichtig ist. Und ich wünsche, ich könnte die Zeit an den Tag zurück drehen, an dem dieser Unfall passiert ist.
Es klingt vermutlich bescheuert, aber wenn es die einzige Möglichkeit gewesen wäre, ihr das zu ersparen, hätte ich den Platz im Auto gewählt, an dem sie an diesem Tag fast ihr Leben verlor und so viel Freiheit verloren hat.
Denn - und hier komme ich zum Selbstmitleid - wäre mir so etwas passiert, hätte es so gut wie keinen interessiert. Die Wenigsten hätten es überhaupt mit bekommen, man hätte mich und meine Familie wohl bedauert. Aber es gibt auch jetzt keine starke Gemeinschaft um uns, kaum Freunde, speziell um mich eigentlich so gut wie keine. Wir sind nicht wirklich bekannt in unserem Wohnort.
Mehr als Bedauern hätte ich wohl nicht bekommen, es hätte sich schließlich nicht aus dem Nichts eine starke Gemeinschaft entwickeln können. Im Allgemeinen ist es eher so, dass man durch so ein Erlebnis Menschen verliert, von denen man dachte, es wären deine Freunde.
Ich denke, es wäre für viele einfach besser gewesen, wenn jemandem wie mir - im Speziellen mir - so etwas passiert wäre. Dann hätte ich aber glaube ich an diesem Tag sterben wollen. Denn ich wäre für meine Familie nur eine Last gewesen, wo sie schon genug haben. Die Einzige, die mich wohl wirklich vermisst hätte, wäre ohnehin wohl nur meine Mutter gewesen. Meine Großeltern wohl auch, aber sie wohnen ohnehin weiter weg, sodass sie mich nicht regelmäßig sehen.
Meine Schwester meldet sich so gut wie nie bei mir und auch mein Bruder schien mich während meiner fast 9 Monatigen Abwesenheit nicht wirklich vermisst zu haben.
Es hätte also keinen Unterschied gemacht, (hier ist es wieder, das Selbstmitleid) ob ich leben würde, oder sterben. Würde ich heute sterben, es würden nur einzelne in der Stadt mit der Zeit erfahren und es würde sich für niemanden, außer meine Mutter und meinen Bruder etwas ändern. Und selbst für die nicht viel. Wenn nicht sogar zum Positiven.
Das ist mir eben klar geworden, wie ich auf diesem Konzert war und diese junge Frau dafür beneidete, dass sie so vielen Menschen, so wichtig war. Dass sie scheinbar einfach von Natur aus, ein toller Mensch ist, mit dem man sich gern umgibt. Gleichzeitig schämte ich mich, weil das Konzert in einem tragischen Zusammenhang stand.
Trotzdem scheint diese junge Frau ihren Lebensmut und ihre positive Einstellung nicht verloren zu haben.
Etwas, das ich noch nie in dieser Intensität und Stärke besessen habe.
Ich habe auf einer Ebene den genetischen Jackpot. Depressionen, vererbt über mehrere Generationen. Bei mir "brachen" sie "aus" als ich etwa 5 Jahre alt war. Und ich gebe - unter anderem - dieser Erkrankung die "Schuld", dass ich nie sonderlich beliebt war, ganz im Gegenteil, in aller Regel eine Aussenseiterin war, die besten Falls zu einer Gruppe komischer Aussenseiter gehörte. Schlimmsten Falls gemobbt wurde. Ich hatte von Kindergarten-Tagen an Probleme mit meiner Entwicklung und hatte große Leistungsprobleme in der Schule.
Wer will schon Kontakt mit einem "stummen" Mädchen, das sich komisch verhält, immer total ruhig ist, kaum redet, immer deprimiert guckt und redet und dann auch noch die einfachsten Sachen in der Schule nicht hin bekommt? Wer will schon so jemanden als Freundin? Eine Person, die eher eine lästige Klette ist, die man überall mitziehen muss, weil sie nichts alleine schafft. Die ständig Zuspruch und aufbauende Worte braucht, wenn sie mal wieder in ihren Depressionen zu ertrinken droht. Oder mit anderen Worten, kurz davor ist, sich was an zu tun.
Niemand will sich mit so einer Person auseinander setzen. Was wiederum dazu führt, dass man allein bleibt, einsam ist, sich in seinem Gefühl, wertlos und unwichtig zu sein, bestärkt fühlt und nur noch tiefer in die Scheiße rutscht.

Ich hatte ganz ähnliche Gefühle an einem eigentlich sehr schönen Ereignis.
Bekannte von mir - eigentlich ist es der beste Freund meines Bruders, der - warum auch immer - mich auch eingeladen hat - hat geheiratet.
Es waren so viele Leute eingeladen, alle schienen sich zu kennen, alle hatten eine gewisse Beziehung zu einem der Beiden.
Was mir bewusst machte (und fragt mich nicht, wieso mir dann immer der Gedanke kommt "bei mir wäre das nicht so") würde ich heiraten, wen könnte ich schon einladen? Meine Geschwister, Mutter und engste Verwandten die die Gästeliste dann auf acht erweitern würden. Würde ich die einzigen beiden Personen einladen, die ich als meine Freunde bezeichne, wären es immerhin zehn Personen, die ich einladen würde, zu meinem {ach so pseudo} wichtigen Tag. Was nur statt finden kann, wenn ich überhaupt erst Mal einen Freund habe, der wiederum eine längere Beziehung mit mir aushält und ernsthaft in Betracht zieht, mich zu heiraten.
Was schon Mal höchst unwahrscheinlich ist, da die Leute in meinem Umkreis nicht sonderlich lange in eben diesem erhalten bleiben. Beziehungen hatte ich sowieso nur eine und die war ein Witz. Danach folgten viele Verliebtheiten meiner Seitz, die von der anderen Seite nie erwiedert wurden.
Während also um mich herum meine ehemaligen Freunde heiraten, stehe ich noch fast am gleichen Punkt, wie dem, an dem ich stand, als ich eben diese Personen noch als meine Freunde bezeichnete.
Und frage mich immer wieder "Welchen Unterschied würde es machen, wenn ich morgen nicht mehr da wäre?" und komme immer zur gleichen Antwort. Für die aller meisten Menschen gar keinen. Die an einer Hand abzählbaren Personen, für die es mehr oder weniger einen Unterschied machen würde, da wäre es schlimm, wenn nicht. Wenn nicht ein Mal die Familie einen vermissen würde. Und selbst da würde ich behaupten, dass sich selbst das in Grenzen halten würde.
Natürlich, ich bin nicht naiv, ich weiß, es gibt Menschen auf dieser Welt, die haben noch nicht ein Mal die engste, kleinste Familie. Keine Geschwister, keine Eltern, keine Großeltern.
Deshalb nenne ich es jetzt doch bewusst Selbstmitleid. Ich habe zumindest noch zwei Katzen, die mich lieben und meine Familie hat drei Hunde, die mich wohl auch lieben. Ich habe eine Mutter, die mich irgendwie liebt, einen Bruder und eine Schwester die mich vielleicht irgendwie lieben und womöglich auch irgendwie vermissen würden.
Ich sollte eigentlich dankbar sein, für das, was ich habe. Und ich versuche es auch, wirklich. Aber ich kann es irgendwie einfach nicht. Trotzdem fühle ich mich immer wieder einsam, völlig allein und komplett unwichtig.
Wie schaffen es diese Menschen, das sie im Ort bekannt und beliebt sind und selbst über die Ortsgrenzen hinaus Bekannte haben? Wie kann es dann auf der anderen Seite sein, dass in der gleichen Stadt eine junge Frau ist, etwa im gleichen Alter, von der gleichen Schule, die sogar zu zwei dieser prominenten Mädchen ein Mal eine Freundschaft hatte, sich so allein fühlen? So allein und einsam sein? Was ist der Unterschied zwischen denen und mir?
Antwort: Sie strahlen von Innen. Sie haben immer ein Lächeln auf dem Gesicht. Ein echtes. Und in ihren Augen strahlt eben dieses Lächeln. Sie haben eine positive Ausstrahlung, eine angenehme Art. Kurz, man hat sie gerne um sich. Und so können -und müssen - diese Menschen wählen, wen sie um sich haben wollen.
Ich habe eben nicht eine solche positive Ausstrahlung. Noch nie gehabt. Mein Lächeln ist nur selten durch und durch echt. In meinen Augen spiegelt sich wohl kaum etwas außer Depression, eine Traurigkeit, mit der sich niemand auseinander setzen will. Meine Worte, die keiner hören will. Weil sich eben niemand gerne mit negativen Menschen auseinander setzt.
Während selbst die seltsamsten ehemaligen Klassenkameraden der Grundschule ihren Freundes-und Bekanntenkreis haben, habe ich aufgegeben, daran zu glauben, jemals eine solche starke Gemeinschaft um mich zu haben. Spürbar gemocht zu werden, für genau das, was ich bin, habe ich aufgehört zu suchen. Aufgehört, erzwingen zu wollen und habe die Einbildung abgelegt, dass ich so etwas ein Mal haben könnte.
Selbst wenn ich es ein Mal aus meiner Depression schaffen werde, wirklich positiv wäre, im Leben stehen würde, wäre ich noch immer...Ich, nur Ich. Und ich war eben noch nie ein Mensch, den man gerne um sich hat und werde es wohl kaum irgendwann werden.
Entweder man ist ein solcher Mensch oder man ist keiner. Ich bin ein eben solcher Mensch, den kaum jemand um sich haben will, geschweige denn für längere Zeit.

Eine weitere Erkenntnis macht mir mein vor mich hin siechen schwer.
Ich bin auf der Suche nach Möglichkeiten, nebenher am Besten Ortsunabhängig Geld verdienen zu können. ich stieß auf die Idee, einen Online Kurs zu machen, den ich dann auf einer Seite zum Kauf anbiete. Entsprechende Seiten, auf denen man diese Kurse erstellen und zum Kauf anbieten kann, gibt es ausreichend. Nur...worüber sollte ICH einen Kurs machen?  Was weiß oder kann ich, was ich anderen weiter geben könnte und das dann auch tatsächlich Andere interessiert?
Bis heute ist mir nichts eingefallen.
Während sich das, doch auf einen digitalen Bereich bezieht, wo man auch ein gewisses Wissen braucht um überhaupt so einen Kurs mit Inhalt voll zu bekommen, ist ein anderer Bereich viel simpler. Trotzdem nicht vielversprechender.
Meine Schwester plant ihre Hochzeit und sie hätte gerne, dass mein Bruder und ich jeder etwas dazu beiträgt. In welcher Art, das sollen wir uns ausdenken.
Nun, ich kann nicht basteln, das macht meine Schwester ohnehin mit meinen Großeltern. ich bin auch sonst nicht sonderlich künstlerisch begabt. Ich kann Gitarre spielen, das aber auch nur einfach gehalten. Singen kann ich nicht. Ich bin überhaupt nicht gut im Reden halten, geschweige denn lustige Reden.
Ich habe ein gewisses Talent zum Schreiben. Bekomme aber nie eine Geschichte fertig. Meine Blogs sind auch kein Renner, was nicht gerade für den Inhalt und Schreibstil spricht.
Was kann ich denn dann eigentlich überhaupt?
Und das war der Punkt, an dem mir auffiel, dass ich eigentlich nichts wirklich gut kann.
Ich liebe Kinder und kann ganz gut mit ihnen spielen. Eine gute Fachkraft zu sein, fällt mir trotzdem schwer. Ich habe ein gutes Allgemeinwissen, das ich die meiste Zeit nicht abrufen kann. Ich habe Wissen in Pädagogik und Psychologie, was ich bei der Arbeit die aller meiste Zeit ebenfalls nicht abrufen kann.
Ich kann nicht zeichnen, malen, modellieren, Theater spielen, Vorträge halten.
Ich kann Menschen in Bogenschießen einweisen, vermute aber, dabei recht schnell ebenfalls extremst nervig zu sein.
Ich kann an einem Kiosk Getränke, Eis und Schokoriegel ausgeben. Sobald es zu größeren Rechnungen zu Zahlen kommt, habe ich wieder meine Schwierigkeiten.
Ich kann eine Kasse so weit bedienen, wie man es mir gezeigt hat.
Und was kann ich damit bitte anfangen?
Das Einzige, worin ich wirklich gut zu sein scheine ist, mich selbst zu bemitleiden, in Depressionen und Pessimismus zu versinken und alles schlecht oder als Unerreichbar zu sehen.
Und im Träumen. Ich träume mich weg von meinem echten Leben, ich mache große Pläne, die ich nie erreichen kann. Ich tauche in die Romane ein, die ich lese und stelle mir vor, ich würde dort leben.
Ja darin bin ich gut. Etwas sinnvolles und hilfreiches habe ich noch nicht gefunden, in dem ich gut bin.
Und jetzt verbiete ich mir, mich weiter selbst zu bemitleiden und geh lieber ins Bett, wo eine verschmuste Katze auf mich wartet. Eine der wenigen Lebewesen auf dieser Erde, die mich glücklich macht, der ich wichtig zu sein scheine und die mich einfach nimmt, wie ich bin. Solange ich ihr immer schön Futter gebe 😂

Samstag, 27. Oktober 2018

Wie alles begann


Wir schreiben das Jahr 1999. Ein kleines Mädchen wird in diesem Jahr fünf Jahre alt. Und es verändert sich.
In diesem Jahr, wird bei ihr und ihren beiden Geschwistern AD(H)S diagnostiziert. Das Aufmerksamkeits Defizit (Hyperaktivitäts) Syndrom.

(Anmerkung 2018: Heute nennt man es Störung und nicht mehr Syndrom)

Bei ihr wird ein Mischtyp fest gestellt, es hat also sowohl den "Träumertyp" als auch den so genannten "Zappelphilip" Typ. Mal überwiegt das Eine, mal das Andere.
Ihre Eltern haben gemerkt, wie sie sich während dem ersten Kindergartenjahr zwischen drei und vier Jahren begann zu verändern. Und von einem selbstbewussten und gut gelaunten Kind, zu einem unsicheren, unzufriedenen und nörgelnden Kind wurde.
Ihre Eltern wussten nicht was los war, sie konnten sich nicht erklären, wodurch diese massive Veränderung zustande kam.
Parallel zeigte das Mädchen Entwicklungsverzögerungen. Große Probleme mit der Feinmotorik, Schwierigkeiten mit dem Farben lernen. Es wollte lernen, aber es konnte sich mit 5 Jahren noch immer nicht die Farben merken. Ihre Entwicklung verlangsamte sich noch mehr und blieb am Ende quasie "stehen".
Durch die Diagnose ADHS bekamen sie und ihre Geschwister fortan Medikinet. Das im Grunde das Gleiche wie Ritalin ist. So nachvollziehbar die Debatte über Medikation im Kindesalter auch ist, für dieses Mädchen war die Medikation das Ticket in die Regelschule. Andernfalls wäre das Mädchen sicher auf einer Förderschule gelandet.
Lässt man all die Nebenwirkungen der Medikamente ein Mal ganz außer Acht, war das Medikinet für sie, sowie für ihre Geschwister eine große Hilfe um in der Schule bestehen zu können. Oder eher funktionieren zu können.
Das kleine Mädchen wollte lernen, es konnte es kaum erwarten endlich in die Schule zu kommen und lesen und schreiben zu lernen. Deshalb spielte es auch immer mit den dicken Märchenbüchern, tat so als könne sie schon lesen und würde etwas sehr wichtiges lesen.
Es war wissbegierig und hatte so viele Fragen zu allem. Zu Tieren, zur Natur, zu Menschen, zu Autos, zu Wasserhähnen und wo eigentlich das Wasser her kommt und wo es dann hin geht wenn es in den Abfluss läuft. Wie der Mensch entstanden ist oder der Frage "Was war zuerst da, das Ei oder das Huhn" mit deren Beantwortung sich das Mädchen zum Verzweifeln brachte, weil es keine Antwort finden konnte. Ebenso wenig konnte es eine Antwort auf die Frage finden, was denn der Sinn des Lebens sei, wieso sie denn überhaupt lebte, wieso die anderen Menschen lebten. Wie es sein konnte, dass etwas unendlich lang, breit, hoch und tief ist, wie das Universum. Wieso es regnete und wo das Wasser überhaupt her kommt. Wie Wasser entsteht und so weiter. Ja dieses kleine, junge Mädchen war schon sehr früh ein kleiner Philosoph und wurde mit vielen Überlegungen allein gelassen. Wohl seine Mutter nicht realisierte, wie ernsthaft sich das kleine Mädchen in ihrem Kopf mit diesen Themen befasste und so manches Thema wie der Sinn des Lebens oder wo der Mensch denn her kam sie zum Verzweifeln brachte.

(Zwischenbemerkung: Man bemerke, das Kind war zwischen 4-6 Jahre alt, hatte Entwicklungsverzögerungen und AD(H)S. Dumm war es allerdings ganz und gar nicht.)

Wohl können sich viele gar nicht vorstellen, dass Kinder im Kindergartenalter, womit sie bei manchen noch als "Kleinkind" gelten, sich solche tiefgründigen Gedanken machen können.
Einer dieser tiefgründigen Gedanken war, dass das kleine Mädchen immer wieder gar nicht mehr auf der Welt sein wollte. Wenn ihm alles zu viel wurde, die Gefühle sie übermannten und sie nicht weiter wusste, keine Antworten fand und ihre Gefühle sie sich so schlecht fühlen ließen, dann wünschte sich das Mädchen, nicht mehr auf der Welt zu sein. Es wusste zu diesem Zeitpunkt nicht, dass es dafür sterben müsste. Es wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht ein Mal, dass jeder Mensch ein Mal sterben muss. (Und ja, auch wenn das für Ältere ein selbstverständliches Allgemeinwissen ist, ist das für junge Kinder keine Selbstverständlichkeit. Schließlich wird man nicht mit dem Wissen geboren, eines Tages sterben zu müssen.)
Es wünschte sich einfach an einen Ort, von dem es der Meinung war, dass es diesen nicht auf der Erde gibt.
Wer sich jetzt das Paradies vorstellt, liegt falsch. Der Ort, den sich das Mädchen vorstellte, war das Nichts. Es war dunkel um das Mädchen, man sah keine Wände, keine Tür, es gab kein Licht. Nur das Mädchen konnte sich von Außen sehen, wie es mit angezogenen Beinen da saß. Und es fühlte sich seltsamer Weiße mit dieser Vorstellung gut. Es wünschte sich an diesen Ort. Möglicher Weiße entstand dieser Ort aus den Bildern, die sie in einer Dokumentation über das Weltall gesehen hatte. In eben dieser, in der sie auch lernte, dass das Weltall unendlich war.
Trotzdem ein sehr untypischer Ort an den sich ein Kind wünscht.
Und dieses Kind, dieses kleine Mädchen, das war ich.
Wie es mit dem kleinen Mädchen - also mit mir - weiter geht, kannst du in diesem Blog lesen.

Mittwoch, 28. Dezember 2016

~28.12.16~ Vergangenheit

Es gibt Dinge, die zwischen meiner Mutter und mir passiert sind, die ich ihr nicht verzeihen kann.
Eines dieser Erlebnisse hat mich heute Nacht wieder eingeholt.
Ich konnte nicht schlafen. Die ganze Nacht nicht. Das ist für mich komplett untypisch.
Was mich wach gehalten hat? Erst war es Angst die meiner Meinung nach in dieser Form auch ein Resultat meiner Vergangenheit ist. Ich bin bei einem Workaway Host in Auckland. Die Frau ist mit ihrer Tochter aber gerade in Urlaub. Und irgendwie entstand es dann Nachts um 12, dass ich mich unwohl in der Wohnung fühlte. Besonders nachdem ich ein Geräusch gehört hatte und dann fest gestellt habe, dass ich die hintere Tür vergessen hatte, zu zu machen und ab zu schließen.
Ich lief durch die ganze Wohnung und kontrollierte. Natürlich keiner da.
Aber das ungute Gefühl blieb. Und es wurde noch stärker als ich im Bett lag und ständig Geräusche hörte.
Das kommt in diesem Haus auch öfter vor und darunter auch sehr seltsame Geräusche. Vom Dach, im Flur, an der Hauswand.
Ich lag also herzklopfend im Bett und versuchte mich zu beruhigen. Schließlich bekam ich mich so weit, auf zu stehen und eine Komode vor die Tür zu schieben, da ich diese nicht abschließen kann. Den Abstand zwischen der Komode und der Türklinke füllte ich mit Büchern auf. Dadurch konnte die Türklinke nicht mehr runter gedrückt werden.
Ich fühlte mich dadurch einigermaßen Sicher. Gegen die Geräusche hörte ich laut Musik und versuchte zu schlafen.
Normaler Weise schlafe ich aber nicht mit Musik. Und so kam es, dass sich mein Gehirn nicht entspannte sondern sich Gedanken machte. Ganz unterschiedliche. Nachdem ich meine neue Idee wie es nach dem Workaway ab dem 1.1.17 weiter gehen soll weiter ausgebaut hatte und ein Spiel gespielt hatte, versuchte ich zu schlafen. Erst mit und dann ohne Musik. Aber irgendwie kamen meine Gedanken zu einem Ereignis, das noch nicht so lange her ist und das für mich sehr prägend war.
Ich glaube es war im Juli als meine Mutter sich mal wieder von mir ignoriert und respektlos behandelt fühlte. Das hat sie besonders oft, wenn ich in einer Phase der nahezu Gefühllosigkeit bin und mir so ziemlich alles egal ist. Mein kleinstes Problem ist in diesen Phasen wie meine Mutter sich fühlt, weil ich meiner Meinung nach nicht großartig etwas mache, bei dem ich sie respektlos behandle. Sie bekommt von mir noch weniger Aufmerksamkeit als sowieso schon, ich habe keinerlei Interesse an dem, was sie erzählt, antworte aber immerhin noch brav mit einem "hm" das vermutlich viele Frauen so auch von ihren Männern öfter zu hören bekommen. Ich reagiere tendenziell leichter gereizt und könnte sie dadurch kränken, weil ich abweisend bin.
Ehrlich gesagt ist mir das aber auch egal. Meine Pubertät war für sie im Verhältnis zu anderen Jugendlichen einfach. Und dazu bin ich in diesen Momenten mehr mit mir selbst beschäftigt. Ich hab dann keinen Nerv mehr für die "Probleme" meiner Mutter.
Sie sieht das anders. Und so kam es irgendwann (wie immer in solchen Situationen) dazu, dass sie ausflippte und mich anschrie. Wenn sie an so einem Punkt angekommen ist, sagt sie immer ganz arg tolle Sachen. Der Höhepunkt in diesem "Streit" war sprachlich, als sie mich anschrie dass ich als Tochter für sie gestorben wäre und dass ich mich als erstes abgewendet hätte und jetzt Mal sehen würde, wie das ist, so zu fühlen.
Als ich dann versuchte meine Schwester an zu rufen, nahm sie mir das Telefon weg und irgendwie kam es dann dazu, dass sie mich schlug. Ich schlug zurück und sie schlug zurück. Es war das erste Mal, dass ich mich getraut hatte, zurück zu schlagen.
Nach dem "Streit" entschuldigte sie sich bei mir und meinte aber immer noch, ich hätte mich erst von ihr abgewendet und ihr als Mutter gekündigt. Und ich sollte mir mal überlegen, wie mein Verhalten auf andere wirkt. Und sie meinte, dass es bei uns wohl immer so wäre, dass wir uns erst streiten müssen um richtig miteinander zu reden.
Trotz ihrer aufrichtigen Entschuldigung, kann ich ihr das nicht verzeihen. Schon mal allein deshalb, weil ich ihr nicht "gekündigt" habe, ich wollte einfach mehr Abstand, meine Ruhe und weniger Kontrolle meines Lebens.
Ich war Wortkarg und in einer schwierigen Situation.
Dazu war eines der dümmsten Dinge, die sie hätte sagen können, dass wir uns immer erst anschreien müssten, um hinterher normal miteinander reden zu können.
Meiner Meinung nach braucht SIE das. Ich hab ganz einfach kein Bedürfniss mit ihr über sonderlich viel zu reden und im Speziellen nicht, was mit mir los ist. Dadurch, dass sie mich anschreit, bringt sie mich nur dazu, doch darüber zu reden oder was in mir ist raus zu schreien.
Und NEIN das hilft mir NICHT. Ich fühle mich dann nur wieder in die Vergangenheit zurück versetzt. Fühle mich eher wie ein Kind und nach dem Streit fühlt sich unser Gespräch mehr so an, wie zwischen meinem Früheren Ich und meiner Mutter, als ich meiner Mutter noch alles erzählt hatte, weil ich komplett von ihr abhängig war.

Samstag, 22. Juni 2013

~22.06.13~ Ein Auftritt mit Überraschungen

Es war wieder so weit. Wie im vergangenen Jahr hatten wir wieder einen Auftritt auf der langen Trommelnacht. Dieses Mal auch an einem anderen Ort mit besseren Umkleiden.
Meine Mom ging schon in das Zelt, in dem der Auftritt statt finden würde.
Als ich also so beim Umziehen war, kamen immer mehr der jüngeren Tänzerinnen in die Umkleide.
Ich drehte mich zur Tür und plötzlich sah ich meine Stiefmutter vor mir, mit meiner Halbschwester, die nicht weiß, dass ich existiere.
Mein Vater  und seine Neue meinten, es wäre ein psychisches Trauma für sie, zu erfahren, dass sie noch drei weitere Halbgeschwister hatte.
Er habe ja jetzt sowieso eine neue Familie und braucht uns nicht mehr.
Nachdem der Kontakt zu meiner Stiefmutter und meinem Vater abgebrochen war, war diese Begegnung mehr als seltsam.
Meine Stiefmutter beachtete mich nicht, schenkte mir nicht ein Mal einen Blick.
Ich stand so unter Schock wegen der unerwarteten Begegnung, dass ich ganz zittrig war. Meine Freunde bestärkten mich, ich könne denen jetzt zeigen, was ich kann.
Ich bemühte mich wirklich, aber ich war so zittrig (und ich zittere normaler weise NIE) und verwirrt, dass ich mich ständig vertanzte.
Trotzdem versuchte ich meinen Stolz zu behalten und dachte mir "Siehst du, das bin ich, und ich habe nichts mit dir zu tun"
Es war eine wirklich seltsame Situation, einfach schon Mal dadurch, dass meine Mutter und ich von beiden völlig ignoriert wurden.

Später habe ich im Tanzen mit meiner Tanzlehrerin darüber geredet, dass ich es besser fände, wenn sie mir vorher bescheid gibt, wenn wir wieder mit der Grundschulgruppe zusammen tanzen.
Nachdem sie erst verwirrt war und kein Verständnis hatte, erklärte ich ihr, dass meine Halbschwester da mit tanzte, sie nicht wüsste, dass ich ihre Halbschwester war und mein Vater nichts mehr mit uns zu tun haben wollte und mir und meinen Geschwistern den Kontakt mit meiner Halbschwester verboten hat.
Sie war ziemlich sprachlos und wollte gerne vermitteln, sah dann aber ein, dass das keinen Sinn machte.
Sie redete später auch für mich mit meinem Vater und seiner Neuen, dass sie ihre Tochter doch bitte pünktlich abholen sollen.
Denn sonst bin ich ihnen immer wieder begegnet, wenn sie meine Halbschwester abgeholt hatten und das war nie angenehm für mich. Es war immer eine negative Überraschung und eine sehr seltsame Situation.
Natürlich sagte meine Tanzlehrerin nicht mit dazu, dass sie ihre Tocher wegen mir pünktlich abholen sollten.

Montag, 17. Juni 2013

~17.06.13~ Alles zu viel

Es ist mal wieder so weit, mir is einfach alles zu viel.
Seit ca. 2 Wochen mache ich eine "Art" Fastendiät, dabei soll man 2 Mal in der Woche nur 500 Kalorien essen, das hilft beim Abnehmen soll aber hauptsächlich der Entlastung der Organe dienen, die an die mittlerweile fast dauerhafte Nahrungsaufnahme nicht gewöhnt sind, sowie der Entfettung der Organe (man kann auch fette Organe haben, wenn man normal gewichtig ist) und habe es bis jetzt selten richtig durchziehen können, immer waren es über 500 Kalorien, wie viele es heute waren, weiß ich nicht, könnten aber sogar weniger gewesen sein.
Wieso schreibe ich das? Es war heute dazu noch sehr heiß, der Schultag hat sich gezogen wie schon lange nicht mehr, dabei hatten wir nur ab der ersten Stunde 8Stunden also für einen Montag einen kurzen Tag.
Dazu is mir gestern Abend im Bett neben vielem Anderen eingefallen, dass ich morgen den Benotungsbogen meiner Anleiterin mit meiner Praxisnote abgeben muss.
Eigentlich wollte ich ihr gleich heute Nachmittag eine Mail schreiben aber ich wollte erster in dem super spannenden Buch weiter lesen, das ich seit Samstag verschlinge, es tut mir gut, einfach mal vor mich hin zu lesen statt ständig am PC zu hocken und sinnloses zu machen.
Doch scheinbar ist das auch falsch, denn ich vergas die Mail und hoffte eine Mail in meinem Postfach zu finden. Leider nein, ich erreiche meine Anleiterin über Telefon nicht also schrieb ich ihr eine E-Mail bis jetzt leider keine Antwort. Ich hoffe, sie hat den Bogen an die Schule geschickt und schreibt mir das noch, ansonsten hoffe ich, dass ich nicht zu großen Ärger bekomme, weil ich den Bogen erst später abgeben kann. 
Das war sowieso ein Martyrium für sich.

Donnerstag, 13. Juni 2013

~13.06.13~ Nicht mehr lang

Heute habe ich meiner Anleiterin den Bogen zur Bewertung der Auszubildenden gegeben. Also sie trägt da ein, was ich gemacht habe und ob sie damit zufrieden war und gibt mir dann eine Note darauf. Das wird dann in der Schule ab gegeben und es spielt eine durchaus entscheidende Rolle bei der Praxisnote. Diese wiederum ist Versetzungsrelevant.
Außerdem hab ich mit ihr etwas den bevorstehenden Abschied besprochen.

Ja bald ist es so weit. Noch 3 (mit dieser Woche 4) Mal Donnerstags und Freitags in den Kindergarten fahren. Dazwischen ist dann eine ganze lange Woche Praxiswoche, wo allerdings am Freitag der Kindergarten geschlossen hat.
Wenn ich an den Abschied denke - und das tu ich besonders im Kindergarten immer öfter - könnte ich glatt anfangen zu heulen. :( Ich könnte mir glatt vorstellen, dass ich das tun werde, wenn ich den letzten Tag im Kindergarten bin. Ich bin zwar ein sehr emotionaler Mensch und fange auch leicht mal bei Serien, Berichten und Filmen an zu heulen, aber schon wenn nur meine Mom neben mir sitzt, versuche ich es zu unterbinden. Zu weinen, wenn Andere bei mir sind, empfinde ich als unangenehm und peinlich. Was sich aber nur auf mich bezieht, weint jemand anders, tut mir die Person leid. Ich bin also niemand, der leicht anfängt zu heulen, sei es wegen Schmerz oder Trauer. Aber ich habe diese Kinder ein Jahr lang in meinem ehemaligen Kindergarten begleitet, ein Jahr lang habe ich mich mit den Kindern beschäftigt. Ein Jahr in dem ich mich so oft gefragt habe, ob ich alles richtig gemacht habe, ein Jahr in dem ich unglaublich gewachsen bin, ja ich habe mich ziemlich weiter entwickelt, zwar gibt es noch genug zu lernen und aus zu feilen, aber deshalb bin ich auch erst am Ende meines ersten Jahrs und nicht meines letzten Jahrs. 

Ich werde die Kinder vermissen :( manche Kinder würde ich am Liebsten einpacken und mitnehmen, besonders eine Vorschülerin, die dann aber sowieso in die Schule kommt. 
Trotzdem glaube ich, ist es die richtige Entscheidung, dass ich ab dem nächsten Jahr in einem anderen Kindergarten bin. Ich arbeite dann in einer Krippe, was ich ja schon gemacht habe, aber jetzt muss ich das Jahr über auch Angebote und all das machen, was eine Herausforderung wird, an der ich wachsen kann. Dazu kommt noch, dass zwischen dem Team und mir, in dem Kindergarten, wo ich jetzt bin, so eine komische Verbindung ist, wir reden jetzt nicht so viel, eigentlich nur, wenn es nötig ist. Und es wird im Ausbildungsbuch von mir gefordert, dass ich eine gute Beziehung zu jedem Mitarbeiter pflege. Das würde ich nächstes Jahr wohl genau so wenig vertiefen können wie das vorherige Jahr. Die Erzieher in meiner Gruppe sind super aber auch das hat Zeit gekostet. Beim Probearbeiten in meiner neuen Praxisstelle haben mehrere Erzieher einfach so von sich aus begonnen mit mir zu reden. Das ist schon mal eine gute Grundlage, damit sich eine gute Beziehung aufbauen kann. Denn was soll ich auch groß zu den Erziehern hin gehen und mit denen reden außer Fragen zu stellen. Man ist in der Zeit einfach unsicher und da haben die Erzieher eine bessere Stellung, ihnen fällt es vielleicht leichter auf mich zu zu gehen und mit mir zu reden. So hab ich auch weniger Hemmungen mit ihnen zu reden.

Mittwoch, 12. Juni 2013

~12.06.13~ Das Fußballspiel

Jetzt verstehe ich, wie manche Leute so Fußballverrückt sein können und so leidenschaftlich mit fiebern können.
Beim Fußballturnier der Schule fieberte ich mit und feuerte lautstark an.
Unsere Mannschaft war gar nicht schlecht, verlor dann aber leider gegen die Lehrermannschaft.
Es war einfach super, ich hab mich gefühlt wie ein Teil des Teams.
Ich hab mit vier aus unserer Klasse "Cheerleader" gemacht. Wir haben uns was aus gedacht, Schilder gebastelt und in der Pause haben wir unsere Mannschaft angefeuert. 
Unser Spruch war einer der besten.
Es war das erste Mal, dass ich mich gefühlt habe, wie es offensichtlich allen echten Fußballfans geht.
Ein berauschendes Gefühl der Gemeinschaft, des zusammen Gehörens und des Wunschs, zu gewinnen.
Es war einfach ein unglaublich schönes, unbekanntes Gefühl.

Montag, 3. Juni 2013

~03.06.13~ Erster Schultag

Tja, das waren sie also, die Ferien. Aber es waren nicht irgendwelche Ferien. Es waren die Pfingstferien. Zwei schöne Wochen, in denen ich versucht hatte, mein Leben etwas mehr zu sortieren und zu strukturieren, zwei Wochen, in denen ich einiges geschafft habe, zwei Wochen Erholung, meine Katzen und einfach sagen können "boa ne hab ich jetz kein Bock zu." Das geht schon Morgens los, wenn der Wecker einen weckt (meiner Meinung nach, einer der schlimmsten Punkte am Ende der Ferien) und endet mit Schulaufgaben, die man machen muss. 
Ich will ja nich jammern, ich hatte heute erst zur 3. Stunde Schule allerdings bis 16:20 Uhr ABER ich durfte mit dem Auto fahren, weil meine Mom mich sowieso an einer Haltestelle hätte abholen müssen. Dadurch konnte ich länger schlafen als sonst und war schneller zu Hause. Aber die 8 Schulstunden fielen mir schwerer als normal. Mir kraust's schon vor Morgen, da muss ich um 5:30 Uhr aufstehen und das bin ich gar nich mehr gewöhnt. Ja das finde ich den schlimmsten Punkt, das frühe Aufstehen, an das man nicht mehr gewöhnt ist. Mindestens die erste Woche is bei mir dadurch anstrengend (weil 8 Schulstunden viel sind und man es nach 2 Wochen nicht mehr ganz so gewöhnt ist) und das frühe Aufstehen, das man sich "abgewöhnt" hat.

Freitag, 31. Mai 2013

~31.05.13~ Am Ende

Vinito, fertig, ich kann nich mehr, ich will nich mehr. :'( Ich weiß nich, was ich noch machen soll.
Egal wie ich mich anstrenge, ich scheine meinem Leben nich gerecht zu werden, den Menschen und Tieren in meinem Leben und den Anforderungen des Lebens selbst. 
Ich hab das Gefühl es geht mir gut, dann passiert was, es muss nur ne Kleinigkeit sein und BAHM bin ich total fertig. Wie soll ich das dauerhaft aushalten? Dazu bin ich seit Längerem wieder leichter reizbar ich vermute, dass es mir im Grunde nich gut geht, aber ich es nich wahr nehme. Einer Seitz angenehmer für mich, anderer Seitz ein Zeichen, dass ich verlerne auf mich selbst zu hören und dadurch über meine psychischen Grenzen gehe, ohne es zu merken. Das wäre zumindest meine Erklärung für meinen momentanen Zustand. Ich könnt nur noch heulen wenn ich nich grad vor Verzweiflung Dinge um mich werfe und fluche, weil mir einfach alles zu viel is, zu wenig Platz, zu viel Chaos, zu viel, das mich überfordert aber mich mit meinen 19 Jahren nich mehr überfordern sollte.
Ich  fühl mich wie so ein labiler, überempfindlicher Teenager. Wenn mich die Schule oder die sozialen Beziehungen nich grad überfordern, dann das Haus in dem ich lebe und das Leben selbst. Bin ich denn wirklich so lebensunfähig? Scheiße ey, bin ich so ein psychisches Frack, dass ich nich mal einigermaßen normale Dinge aushalte? Wie soll ich denn so jemals normal leben? Da bin ich doch dem normalen Alltag eines Erwachsenen überhaupt nich gewachsen. 
In solchen Situationen wünsch ich mir so oft ein kleines Kind zu sein, so sehr ich auch stolz darauf bin und froh bin, so weit gekommen zu sein, ich fühl mich in einigen Situationen wie ein Tollpatsch, der nichts kann und all zu oft auch wie ein kleines Kind nur, dass ich mich eben wie eine junge Erwachsene zu verhalten habe. Aber wie verhalten sich junge Erwachsene? Sind Andere auch mit so Kleinigkeiten überfordert und scheitern allein schon an einem geregelten Tagesablauf und Ritualen? Kann ich mir fast nich vorstellen. Auch wenn ich  zumindest den Teil in Bezug auf die Ausdauer aufbauen momentan ganz gut hin bekomm, na ja sind ja auch Ferien. Viel mehr darüber hinaus geht es aber nich. Tägliches Training und Spielen mit den Katzen? Täglich genügend Obst und Gemüse Essen? Tägliche Muskelübungen für Rücken und Bauch gegen Hohlkreuz und Rückenschmerzen? Tägliches Gitarre spielen? Das alles sind für mich teils unüberwindbare Hindernisse, obwohl einiges davon doch eigentlich Spaß machen sollte. Gitarre spielen macht Spaß, aber obwohl die Gitarre direkt neben meinem Bett und dem Schreibtisch steht, vergesse ich es zu spielen. Mit den Katzen Trainieren und spielen, macht Spaß is aber auch anstrengend. Muskelübungen dauern eigentlich überhaupt nich anstrengend, aber sie überhaupt an zu fangen, scheitert allein an dem Gedanken daran, sich hinlegen zu müssen, obwohl ich immer wieder fest stelle, wie angenehm und entspannend es sein kann, einfach nur auf dem Boden zu liegen. Egal was ich mir vornehme, irgendwie wird in meinem Kopf alles zu einem Muss was dadurch automatisch zu Etwas anstrengendem wird. Klar oft nehm ich es locker, wenn ich Sachen vergesse. Aber eigentlich tut mir eine gewisse Regelmäßigkeit gut und manche Dinge WILL ich ja eigentlich auch regelmäßig machen. Trotzdem, in meinem Kopf is dann alles Arbeit, Pflicht, anstrengend.
Wenn es mich schon übervordert, jeden Tag ein paar Vokabeln durch zu lesen oder sogar einfach nur ein paar Griffe auf der Gitarre zu üben oder ein paar Minuten mit den Katzen zu spielen (was ich oft einfach vergesse), wie soll ich dann je ein geregeltes Leben hin bekommen? Ich hab oft den Eindruck, mein Kopf is so verdammt voll mit Dingen, dass ich alles das, was mir WIRKLICH Wichtig ist, vergesse. Meine Katzen sind mir wirklich wichtig, ich will, dass es ihnen gut geht und das is nur dann der Fall, wenn ich sie genug beschäftige, weil sie nich raus dürfen. Gitarre spielen is mir wichtig, wenn ich aber immer vergesse zu spielen, werde ich nie besser und der Unterricht hat wenig Sinn. 
Wenn ich nich mal das gebacken bekomm, was mir wichtig is, wie soll ich dann Dinge schaffen, die wirklich anstrengend und unangenehm sind. Irgendwie geht das immer, muss ja. Vielleicht frag ich auch einfach zu viel?! Im Grunde geht es ja Berg auf, es geht mir besser und ich schaffe mehr wie noch vor einem Jahr. Trotzdem, wenn dann so Zusammenbrüche kommen, wegen Kleinigkeiten, erschrecke ich oft, weil ich denke "So fertig bin ich also?"
Liegt das alles nur an meinen Depressionen, oder auch am ADS? Na ja is ja eigentlich auch egal, obwohl wenn es vielleicht irgendwelche tollen Pillen gibt, die mir dabei helfen, dass ich besser klar komm? Vielleicht gibt’s so was ja….spontan fallen mir da nur Drogen ein. Eigentlich ne gute Idee, man is glücklich, es geht einem gut und man "kommt besser klar". Wäre da nich die blöde Sache, dass das Zeug süchtig macht, illegal is und alles in allem keine  gute Idee is.

Donnerstag, 30. Mai 2013

~30./31.05.13~ In der Nacht

Es war Wochenende und da gehe ich oft mal spät schlafen.
Besonders wenn auch noch Ferien sind.
Ich hatte einen schönen Tag und freute mich müde auf mein Bett.
Als ich allerdings anfing die Klamotten von meinem Bett zu tun, entdeckte ich, dass eine Katze aufs Bett gekotzt hatte.
"glücklicher Weiße" großteils auf meinen Schlafanzug.
Als ich alles entfernt hatte, flog der Schlafanzug in die Wäsche und ich hatte erst Mal zu tun, einen Temperatur geeigneten Schlafanzug zu finden.
Mir war nämlich schrecklich heiß und so wollte ich nicht die dicke Schlafanzughose eines Winterschlafanzuges anziehen.
Als ich das endlich hin bekommen hatte und kaum zu gedeckt im Bett lag, spürte ich an den Füßen etwas nasses. Von oben und von Unten.
Als ich mich aufsetzte entdeckte ich einen fast Kreisrunden dunklen Fleck auf der Bettdecke, schon von einiger Entfernung roch ich, dass eine Katze - und ich wusste auch schon welche - auf mein Bett gepinkelt hatte.
Das war zu dieser Uhrzeit eindeutig zu viel. Ich war völlig verzweifelt, ich wusste nicht, was ich machen sollte. 
Einfach das Bett neu beziehen wäre nicht gegangen, denn auch die Bettdecke war durchnässt auf die die Katze gepinkelt hatte und durch die die Flüssigkeit bis auf das Bett durchsickerte.
Glück im Unglück hab ich, weil ich ein Wasserbett hab. Was die Situation in dem Moment nicht wirklich besser machte.
Ich überlegte aufgelöst und weinend, was ich nun machen sollte.
Sollte ich das Bett einfach so lassen, wie es war und auf der Couch schlafen?
Aber ich wollte nicht auf der Couch schlafen.
Sollte ich das Bett abziehen und mit einer anderen Decke schlafen? Aber dann musste etwas unter gelegt werden, weil die Matratze des Wasserbettes war unbezogen recht kühl und auf dauer unbequem.
Dazu war die Flüssigkeit auch auf dem Bett selbst, zwar nicht viel, aber es roch und ich ekelte mich davor, mich darauf zu legen, auch wenn es am Fußende war.
An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass so ziemlich alle Bettdecken und Bettbezüge in einem Schrank im Zimmer meiner Mutter waren, die schon schlief und das sicher schon seit einer Stunde, da ich mich einfach nicht vom Schreiben los reißen konnte und danach noch mit meinen Katzen Klickertraining gemacht hatte.
Ich wollte meine Mutter also nicht wecken, deshalb kam ich auch in diese aussichtslose Lage und war voller Verzweiflung, weil ich einfach nicht wusste, was ich machen sollte.
Dazu sah ich die Hinterlassenschaften der Katzen als "Rache" oder Beschwerde, dass ich mich zu wenig um sie kümmere.
Was auch stimmt, in den Ferien schaffte ich es nicht mal, jeden Tag ein Mal mit den Katzen Klickertraining zu machen. Spielen tu ich mit den Katzen nur sehr, sehr selten, weil sie viel miteinander spielen und ich dann lieber mit den Katzen klickere. Doch selbst das, was pro Katze ca. 5 Minuten also insgesamt 15 Minuten dauert, bekam und bekomme ich einfach nicht regelmäßig hin, außer wenn Schule ist, immer die Zeit, die ich noch habe, bevor ich aus dem Haus muss.
Deshalb vermutete ich also, dass die Katzen böse auf mich waren und deshalb auf mein Bett gekotzt und gepinkelt haben.
So absurd es auch klingt, aber mit deswegen war ich total fertig, weil ich es immer probierte, besser zu machen und es mir wichtig ist, mich mehr um meine Katzen zu kümmern und trotzdem schaffe ich es einfach nicht.
Das erzählte ich auch völlig aufgelöst heulend und teils ziemlich schreiend meinen Katzen.
Außer Merle, die die ganze Sache nicht so sehr zu interessieren schien und gar nicht verstand, wieso ich so rum schrie, schauten mich Maya und Milou schuldbewusst an. Besonders Milou - zumindest dachte ich das.
Irgendwann fand ich eine "Lösung". Ich zog immer noch heulend und schreiend das Bett ab und zog auch die Decke ab, alles warf ich vor meinen Fernseher auf einen Haufen.
Dabei hatte ich die Befürchtung, die Katzen würden wieder auf die Sachen pinkeln.
Ich holte mir ein großes, benutztes Handtuch aus der Wäsche, das trocken war. Das spannte ich auf den unteren Bereich meines Bettes, dort, wo die Katze hin gepinkelt hatte.
Doch da kam meine Mutter nach Oben, sie konnte nicht schlafen und holte sich deswegen Baldriantabletten.
Sie bekam natürlich mit, dass ich wach war und kam in mein Zimmer, aufgelöst erzählte ich ihr, was passiert war und sie fand es auch wirklich nicht nett von den Katzen.
Allerdings schloss sie aus, dass Katzen aus Protest kotzen konnten.
Meine Mutter brachte mir Bezüge für das Bett und langsam wurde ich ruhiger, gemeinsam bezogen wir das Bett neu und ich holte mir eine zweite dünne Decke aus dem Wohnzimmer für meine dünne Decke.
Denn obwohl mir total heiß war und ich schwitze, war es eigentlich kalt, ich hatte mit meiner Winterdecke geschlafen.
Meine Mutter meinte, dass es wohl die Aufregung wäre, dass mir jetzt so heiß war.
Das konnte gut sein, denn nach und nach kühlte ich wieder ab.
Meine Katzen taten mir leid, weil ich sie so angeschrien hatte und dazu hatte ich die Befürchtung, dass es nichts bringen würde und mich nur unglücklich gemacht hatte.
Tja und was tat unsere kleine Übeltäterin? Als das Bett neu bezogen war, sprang Milou auf's Bett und schnupperte interessiert, aber irgendwie komisch. Kurz bevor ich sie schon weg scheuchen wollte, schrie auch meine Mutter, ich solle aufpassen, dass sie nicht gleich wieder hin pinkelt.  Milou saß bereits gehockt da, den Schwanz und den Kopf nach oben gestreckt.
Laut scheuchte ich sie weg und ich glaube, es hat zumindest ein wenig Eindruck hinterlassen.
In dieser Nacht legten sich die Katzen nicht zu mir ins Bett, aber sie kamen ganz kurz und vorsichtig ins Bett.
Ich war heilfroh am nächsten Tag keine Schule zu haben und auch am Tag darauf nicht.

Dienstag, 21. Mai 2013

~21.05.13~ Die Entdeckung

 
Vorsorglich hab ich mir schon einen neuen Schülerkalender bestellt weil ich fürs kommende Jahr einen brauche, wo wirklich genug Platz ist und in dem ich alles gut organisieren kann.
In dem Kalender stehen aber auch die Ferientermine drin.
Und oh schock. Ich hab nicht wie sonst in den Osterferien Geburtstag weil die Osterferien so schrecklich spät sind OO
Erst ab dem 14.4.14 sind Osterferien, aber immerhin zwei Wochen, na ja wie immer eben. Die Pfingstferien sind dann aber auch total spät, nämlich erst ab dem 10.6.14 aber zum Glück auch zwei Wochen, das is ja dieses Jahr erstmalig seit langem wieder, dass die Pfingstferien zwei Wochen gehen.
Es kann wirklich sein, dass da dann richtig lange Schulzeiten auf mich zu kommen. Zwischen den Oster-und den Pfingstferien sind genau 6 Wochen, wie immer. Zwischen den Pfingst-und den Sommerferien sind knapp 6 Wochen Ferien, die Sommerferien fangen aber noch später an als sonst.
Die Weihnachtsferien fangen an wie immer aber sie gehen statt normal bis zum 7.1. nur bis zum 4.1. wobei der 5. ein Sonntag und der 6. ein Feiertag ist. Zwischen den Sommer-und den Herbstferien sind 7 Wochen Schule und zwischen den Herbst-und den Weihnachtsferien auch.
Wann die Faschingsferien sind, erfahre ich in der Regel erst, wenn die Schule angefangen hat und wir einen Kalender bekommen. Früher war es oft erst kurz davor.
Ich hab jetzt aber mal im Internet geschaut, die Faschingsferien sind in der Regel eine Woche und normal immer im Februar, 2014 sind aber offensichtlich alle Ferien spät dran, tatsächlich hab ich Fastnacht im März gefunden. Im Internet wäre die erste Märzwoche "Feiertag" also könnte Ferien sein.
Liege ich damit richtig, liegen zwischen den Weihnachts-und den Faschingsferien 8 lange Schulwochen.
Ich hab aber schon einen Vorteil in der Ferienlage des folgenden Jahres gefunden. Die "lange Schulzeit" in der keine Ferien sind, ist früher, zwar im Winter aber immerhin, dazu sind im Mai ebenfalls keine Ferien aber soweit ich gesehen hab 2 Feiertage. Das ist ja immerhin mal was und nich ganz so anstrengend wie der kommende Juni in dem nichts frei ist.
Jetz will ich aber auch erklären, wieso ich die ganze Zeit über die Dauer und Lage der Ferien rede und über Schulwochen die zwischen diesen liegen.
Für mich sind Ferien Ankerpunkte, die eine Schuletappe von der Nächsten trennen, Ruhepausen zum Energie tanken, um neue Motivation und Hoffnung zu schöpfen und um mein Leben neu zu sortieren.
Diese Pausen sind also sehr wichtig, für meine Psyche und damit zusammen hängend auch körperlich.
Denn die Ausbildung ist schon ziemlich anspruchsvoll und anstrengend, besonders wenn man psychisch nicht ganz stabil ist und an Depressionen leidet.

Montag, 20. Mai 2013

~20.05.13~ Der Mühlentag

Jetzt ist also der "große Tag" endlich darf ich wieder in der Mühle arbeiten und sehe das Team wieder.
Allerdings war ich anfangs überhaupt nicht voller Vorfreude, denn ich rechnete mit Regen und ausbleibenden Gästen.
Dazu fiel der Auftritt aus.
Allerdings war das Wetter morgens gut, deshalb wollte ich kurzfristig doch noch de Auftritt machen.
Jedoch rief mich dann meine Trainerin an und meinte, dass das zu kurzfristig sei, dass sie eine Stunde bräuchte um allen ab zu sagen.
Erster später erfuhr ich, dass im Grunde fast nur wir (Jugendgruppe)  getanzt hätten, da bei den Anderen so viele Kinder krank waren. Also wäre es kein Problem gewesen.
Zu der Zeit, als es endgültig war, dass wir nicht auftreten, hieß es auch, dass es den ganzen Tag immer wieder regnen würde.

Der Regen blieb jedoch aus, dafür die Gäste glücklicher Weiße nicht.
Es war viel los, ich verkaufte zwar kaum Eis, für was ich eigentlich eingeteilt war, half aber fleißig beim Verkauf von Flammkuchen mit.
Das machte ich den ganzen Tag, nur ein Mal gab es zwischendrin eine Pause für mich, damit ich was essen kann. Allerdings fand ich nichts vegetarisches, aber sah dafür draußen ein Bisschen was.
Ich beschloss also, auch einen Flammkuchen zu essen. Da war allerdings so viel los, dass ich wieder weiter gearbeitet habe. Auch um den später für mich gemachten Flammkuchen zu essen, fehlte mir die Zeit. Erst gegen Abend bekam ich dann endlich was zu Essen.

Alles hatte einen riesen Erfolg, es wurde die Einrichtung angeschaut und viele machten eine Aktivität. Das Grillfleisch war als Erstes leer, dann die Waffeln  und dann die Flammkuchen. Als Letztes gingen bei den Hamburgern die Brötchen aus. 
Also alles in allem wirklich sehr erfolgreich und es hatte mir riesen Spaß gemacht.
Trotzdem ich war enttäuscht, dass wir nicht aufgetreten sind, da wir neue Mittänzerinnen gut gebrauchen könnten und dort war so viel Publikum unterschiedlichsten Alters. Auch wäre es gut gewesen, damit wir generell bekannter werden. Tja kann man nichts machen, das Ärgerlichste ist, dass die Mühle am Mühlentag nur alle zwei Jahre teilnimmt, also müssen wir so lange warten. 

Immerhin hab ich an dem Tag bestimmt ganz gut Geld verdient, das ich für den bevorstehenden Urlaub meiner Mutter als finanzielle Unterstützung geben kann, damit wir auch fahren können. :)
Na ja gut, laut meiner Rechnung 10 Stunden je 7,50 € na ja 75 € aber für einen Tag ok. Nur blöd, dass die mich ansonsten so wenig brauchen können aber vielleicht jetzt, wo es endlich Sommer wird :)

Sonntag, 19. Mai 2013

~19.05.13~ Und es regnet

Es regnet und regnet und regnet und regnet. Wenn es nich gerade regnet, is es draußen grau wolkig und düster, was meine Stimmung genau so düster werden lässt.
Das Einzige, das mich motiviert macht, sind die bevorstehenden Pfingstferien die Morgen beginnen werden.
Gleichzeitig stimmt mich aber genau das auch traurig, denn am Pfingstmontag ist Mühlentag. Mühlen in ganz Deutschland veranstalten Feste und bieten einen Einblick in die Räumlichkeiten und die Arbeit. 
Auch die Mühle, in der ich ein Praktikum gemacht habe. Aber nicht beim Becker, es gibt da ein Erlebniszentrum, dort hatte ich für 5 1/2 Monate ein Praktikum gemacht und arbeite dort noch als Aushilfe, zur Zeit werde ich aber nicht gebraucht, weil wegen dem Wetter zu wenig los ist. Aber auf dem Mühlenfest können sie jeden gebrauchen. Es sei denn, es ist nix los, weil schlechtes Wetter ist.
Regen zählt zu schlechtem Wetter und es regnet -.- Dazu kommt, dass meine Tanzgruppe und ich dort auftreten wollten, da kommen immer sehr viele Leute und es wäre eine gute Werbung für uns. Leider sieht es ganz so aus, als wäre der Auftritt nich möglich weil kalt und Regen, nasse Wiese und Straße.
Deshalb habe ich gerade mit einer Mitarbeiterin des Zentrums gesprochen und sie sieht es genau so kritisch. Also hab ich der Tanzlehrerin geschrieben, dass der Auftritt wohl ausfallen wird.
Wirklich schade :'( Ich hab mich schon so lange darauf gefreut und das nächste Fest in der Mühle dieser Größe ist das selbige in zwei Jahren.  Sehr schade aber da kann man nix machen, wenn dann sowieso nich viele da sind, dann bringt es auch nix auf zu treten. :'(
Na ja immerhin sehe ich alle Mitarbeiter morgen wieder :)

Freitag, 10. Mai 2013

~10.05.13~ Und Schnitt

Heute hab ich den Freund meiner Schwester kennen gelernt. 
Ganz netter Junge nur ziemlich klein. 
Ich weiß nich, ob es mit ihm zusammen hängt, oder ob ich einfach ein Tief hab, gestern ging es mir ja auch nich so super. Da war es Abends aber wieder besser. Nur jetzt plötzlich, ich saß da, war irgendwie bedrückt und hab über meine Schwester und ihren Freund nachgedacht, davor hatte ich einen Film mit so Bisschen Liebesfilm und Happy End geschaut.
Tja mir war langweilig und ich war komisch und dann bahm begann ich zu heulen.
Nein, ich hab ne ganze Weile gebraucht, bis überhaupt eine Träne kam, ich war einfach total fertig frustriert und depri. Ich wollte weinen, einfach weil ich hoffte, es würde helfen.
Tja dazu kam noch ein Freund von mir, der wollte, dass ich ihm erzählte was los war.
Was war los`? Ich wollte nichts erzählen, weil ich im Grunde nur wusste: Meine Schwester is vergeben, das frustriert mich, das war aber gestern eigentlich schon überwunden (dachte ich). Jetzt is mir langweilig, ich bin total komisch drauf und mir is zum Heulen zu mute aber ich bekomms nich hin.
Dazu bin ich einfach tief traurig und denk immer nur an den Wunsch einen Freund haben zu wollen, dabei hatte ich das im Griff und bräuchte eigentlich keinen, die ganze Zeit war ich auch zu frieden.
Als ich dann endlich geweint hatte, konnte ich gar nich mehr aufhören und merkte, dass ich einfach fertig bin, ich das Bedürfnis nach Nähe, Wohlfühlen und einem tiefen Gefühl der Verbundenheit hab. Früher hatte ich das auch mit Freunden, aber seit wir von der Realschule weg sind?
Alles hat sich verändert und ich hab keine Lust mehr zu kämpfen, stark zu sein und immer weiter zu machen wenn mir diese Nähe fehlt.
Nein ich wünsche mit keinen Freund. Ich wünsche mir jemanden, der mir zuhört, für mich da ist, gerne etwas mit mir macht, sich bei mir meldet, dem ich nahe sein kann und bei dem ich mich wohl fühle und dieses Gefühl der Nähe und Geborgenheit spüre. Da wäre mir egal, ob es ein Mädchen oder ein Junge wäre. Hauptsache, jemand ist da und interessiert sich für mich, will etwas mit mir unternehmen, is gerne bei mir und zeigt mir all das auch, denn bei allen Andere hab ich den Eindruck, dass sie für alles und jeden mehr Zeit haben als für mich.

Jetzt sitze ich da, drei neue Schnitte auf meinem Oberarm, ich hab versucht sie so weit hoch zu machen, dass sie unter den T-Shirts verschwinden. Der Schmerz hat minimal und kurzzeitig geholfen, es war aber ein zu schwacher Schmerz um die unbändige Wut in mir zu beruhigen, um den Druck aus meinem Körper zu schneiden und erst recht zu wenig um "high" zu sein.
Ich will es, aber irgendwie, konnte ich nich weiter schneiden, weil zwei meiner drei Katzen immer wieder zu mir kamen und sich an mich geschmust haben, sich auf meinen Schoß gelegt haben und einfach da waren, bedingunglos. Nich mal sie hab ich verdient, ihnen werde ich kein Stück gerecht. Ich spiele zu wenig mit ihnen, sie bekommen kaum ungeteilte Aufmerksamkeit ich bekomme nicht mal regelmäßiges Klickertraining hin. Mir is alles zu viel, ich muss für nächste Woche auf zwei Arbeiten üben und muss den Praxisordner ordentlich machen, der wird nächste Woche eingesammelt. Von letzter Woche muss ich noch eine Ausarbeitung schreiben und nächste Woche kommt schon die Nächste, da hat mir diese Woche mal ohne eine nichts geholfen.

Das Einzige was ich heute geschafft hab war, dass ich auf eine Arbeit gelernt hab und ein Deckblatt für meinen Praxisordner gemacht hab. Ich werd  jetzt versuchen, mich zusammen zu reißen und werde versuchen, wenigstens noch den Praxisordner zu machen, da muss ich meines Wissens nach, sowieso nur die Ausarbeitungen von den Bewertungsbesuchen ausdrucken, die Bilder der Kinder sowie die Bewertungen der Lehrerin und die Dokumentationen der Reflexionsgesprächen von den Bewertungsbesuchen einheften. Wenn da noch mehr is, scheiß drauf, vielleicht mach ichs bis Mittwoch noch, vielleicht aber auch nich. Vielleicht lese ich mir noch die Unterlagen für die zweite Arbeit durch, vielleicht aber auch nich. Ich hab so die Schnauze voll, von diesem Schuljahr, ich wills endlich um haben, ich brauch ne längere Pause. Dabei fängt in meiner Gruppe ja gerade erst Montags der Nachmittagsunterricht an und mindestens 2x müssen wir den schon in der 1sten und 2ten Stunde nachholen, wenn wir eigentlich frei hätten. Ich glaub, wenn das Schuljahr rum is, geb ich eine Party und mach die zur Tradition bis zum Ausbildungsende oder so. Keine Ahnung, ich brauch mehr Leben in meinem Leben, mehr das wahre Leben statt nur Schule. Aber was soll ich machen? -.- ich bekomm ja nich mal im Ansatz mein Leben in den Griff.
Ich bin einfach unfähig in Allem kommt es mir so vor und wenn nich unfähig, dann nich gut genug.

Mir is kalt weil ich das Jäckchen noch aus hab, aber ich wills nich anziehen, ich weiß, dass ich jetzt irgendwas mit mir machen muss, aber ich weiß nich was, vielleicht wende ich seit langem mal wieder einen Skill an, dabei will ich mich nich mehr selbst verletzen, ich habe einen inneren Druck und bin irgendwie bedrückt außerdem hab ich einen allgemeinen Zerstörungsdrang gegen mich. Ich will Unmengen an Ungesundem essen, gleichzeitig will ich aber am Liebsten gar nix mehr essen.
Aber is ja egal ich mach das, was mir als Nächstes in den Sinn kommt, scheiß drauf, sowieso alles fürn Arsch.