Freitag, 26. April 2013

~26.04.13~ Ein intensives Gespräch und die Gefühle danach

Wie jeden Freitag war ich wieder in dem Kindergarten in dem ich Auszubildende bin und wie immer saß ich unten bei den Kindern die kalt essen.
Als das Essen fast zu Ende war, bat mich die zweite Erzieherin in meiner Gruppe mit ihr mit zu kommen.
Sie ging mit mir in die Lernwerkstatt und bat mich, mich zu setzen.
Ich hatte Herzrasen und meine Gedanken drehten sich, was würde sie wohl von mir wollen? Als sie die Worte aussprach "Ich wollte mal mit dir reden" klopfte mein Herz noch mal schneller.
Hatte ich etwas falsch gemacht? Hatte ich vielleicht zu schroff mit den Kindern geredet? 
Ich weiß ja dass ich im Blockpraktikum letzte Woche sehr leicht reizbar war und auf die Kinder oftmals nicht so pädagogisch reagiert habe, wie es eine gute Erzieherin tun sollte.
Aber ich hatte mich angestrengt die impulsive Reaktion zu unterdrücken, denn die Kinder können nichts dafür, dass sie mich "nerven" wo ich doch sonst ganz gute Nerven hab.
Aber sie war in der vergangenen Woche krank also kann es wohl darum nicht gehen. Hatte ich diese Woche etwas so falsch gemacht, dass sie mich darauf jetzt sofort hinweisen musste?
>> Du musst darauf jetzt nicht antworten. << Oh je was will sie nur? >> Hast du dich mal selbst 
verletzt? << In mir atmete ich etwas auf. Mit diesem Thema konnte ich mittlerweile nach 3 Jahren Therapie und mehrmaligen darauf ansprechen ganz gut umgehen. Darüber zu reden fällt mir leicht.
>> Ja << War also meine einfache Antwort. >> Und machst du es noch? << 
>> Also wenn ich ehrlich antworten soll, dann eigentlich schon, aber im letzten Winter hab ich mich wieder selbst verletzt, weil ich hab tiefe Depressionen und bin zwar medikamentös eingestellt und eigentlich relativ stabil aber im Winter da kommt bis jetzt immer so ein Tief << 
>> Ja, ja ich hab auch tiefe Depressionen und hab Phobien, deshalb frag ich dich, weil ich das kenn. Ich hab mir gedacht, ich muss dich jetzt mal drauf ansprechen weil  ich saß gestern Abend zu Hause und musste so weinen, weil du mir so leid getan hast, ich hab mir gedacht, was muss das Mädchen durch gemacht haben. << Ich musste irgendwie etwas lachen, aber eigentlich tat sie mir total leid. Das Lachen kam weil ich unsicher war  und weil ich keinem leid tun wollte. Denn so super schlecht ging es mir nich, es hätte so viel schlimmer laufen können.
Ich erzählte ihr ein Wenig über meine Vergangenheit, natürlich hatten wir aber nicht so viel Zeit um so viel zu reden.
Sie empfahl mir, wenn ich die Möglichkeit dazu habe, weiterhin Therapie zu machen, weil man da einen Ansprechpartner braucht und dass Depressionen nie richtig weg gehen, dass sie selbst im Winter ein ziemliches Tief hatte, wo sie nicht mehr konnte.
Später als wir schon auf gestanden waren, erzählte sie mir ein Wenig konkreter Etwas aus ihrer Kindheit, von den Problemen mit ihrem Vater, was er mit ihr gemacht hatte und dass sie keine schöne Kindheit hatte.
Ja gegen ihre, allein durch das Wenige was sie erzählt hat, war meine direkt rosig, die tollste Kindheit.
Sie erzählte mir auch, dass es nicht immer einfach ist, sich im Kindergarten zu verstellen, dass es keiner merkt wie es ihr geht.
Dass es große Kraft braucht und anstrengend is. Ich kenne das - bis jetzt -  noch nicht so. Denn ich gebe mich wie ich bin. Wenn es mir nicht gut geht, dann sehe ich eben nicht glücklich aus. Wenn ein Kind zu mir kommt und mit mir redet, dann schaue ich im Normalfall schon automatisch "glücklich" einfach weil ich das meistens bei meinen Freunden auch so gemacht hab. Aber wenn ich gerade wo sitze und mir alles zu viel ist oder auch in der Arbeit mit den Kindern, wenn mir alles zu viel ist, dann kann man das durchaus merken. Und wenn es mir nicht gut geht also ich ein richtiges Tief hab, dann kann es auch sein, dass ich leichter reizbar bin. In der Ausbildung lernen wir aber auch, dass das vollkommen okay ist, weil wir auch nur Menschen sind, wir sollen nich immer auf gut gelaunt tun sondern wenn es uns nicht gut geht, sollen wir die Kinder darauf hinweisen denn das ist eben das Leben, Kinder und deren Eltern sind auch nich immer glücklich also müssen es die Erzieher auch nicht sein.
Das darauf hinweisen das hab ich bis jetzt noch nie gemacht. Allerdings liegt das auch daran, dass ich noch nie von einem Kind auf meine Stimmung angesprochen wurde wenn ich nicht "glücklich" erschienen bin, wenn sie mit mir gespielt oder geredet hab. Und oft is es bei mir auch - bis jetzt - so, dass ich glücklich werde und wirklich mal für einen Moment meine Probleme und allen Stress vergessen kann, wenn ich mit den Kindern spiele, tobe und quatsch mache.
Auf jeden Fall bot sie mir auch an, dass ich auch mit ihr über Probleme reden könne und nicht nur mit meiner Anleiterin.

Hinterher ging es mir im Kindergarten erst Mal super.
Allerdings zu Hause, war ich dann total nachdenklich, die Erzieherin tat mir total leid und ich hatte irgendwie ein total schlechtes Gewissen, weil ich sie so viel mit meiner Vergangenheit zu gebrabbelt hab, als müsse ich ihr meine ganze Lebensgeschichte erzählen, wo sie doch eine viel schlimmere Geschichte hat und sich sehr zurück gehalten hat mit erzählen.
Ich war dann nicht direkt depressiv. Was ich empfand würde ich als depressive Verstimmung bezeichnen. Es kann allerdings gut sein, dass es gesunde Menschen schon als Depressiv bezeichnen würden. Es is schwer zu beschreiben, einfach eine tiefe Traurigkeit, Frustration über eigenes, fehlerhaftes Verhalten und Unzufriedenheit mit sich selbst. Der Eindruck sich selbst immer zu sehr in den Mittelpunkt des eigenen Lebens zu stellen, ein Punkt an dem ich schon eine Weile versuche zu arbeiten, seit ich soweit stabil bin. Aber das ist gar nicht so einfach, wenn man eben so lange Zeit intensiv mit sich zu tun hatte und es eben durch die Therapie auch viel um einen ging. 
Jetzt auch mal wirklich für Andere da zu sein und wieder zu merken, wenn es Anderen nicht gut geht - was ich früher gut konnte, als es mir schlecht ging und ich noch keine Therapie hatte - das fällt mir unglaublich schwer, dabei sehe ich mich schon fast als Unmensch wenn ich es nicht schaffe und zweifle ob die Wahl Erzieherin als Beruf so gut ist wenn ich das "offensichtlich nicht mehr kann".
Neben diesen Gefühlen kommen noch eine dunkle Stimmung, Unlust irgendwas zu machen und die Anzweiflung vom Sinn von Allem was ich mache.
Das heißt für mich depressive Verstimmung, in der Hoffnung es verständlich erklärt zu haben denn es hat ja jeder bei bestimmten Dingen eigene Einschätzungen und Empfindungen.

Dienstag, 9. April 2013

~09.04.13~ Wenn die Mieter plötzlich alle ausziehen

Seit einer Weile steht fest, dass der mittlerweile 19 jährige Mieter in unserer kleinsten Wohnung ausziehen muss, da seine Mutter  die Wohnung nicht zahlen kann und er offensichtlich auch keinen Anspruch auf irgendwelche Unterstützung vom Amt hat.
Er hat erst seit Mitte Dezember oder so in der Wohnung gewohnt.
Es gab schon einige Wohnungsbesichtigungen und es wird wohl bald eine Entscheidung geben, welcher Interessent die Wohnung bekommt.
Leider war keine alleinerziehende Mutter in der engeren Wahl.

Heute war ein Brief in der Post in der stand die Kündigung des Mieters unserer größten Wohnung. Offensichtlich hatte er so ein großes Problem mit einem einmaligen Heizkostenaufschlag, dass er nicht mehr in der Wohnung wohnen will.
In diesem Winter wurde viel geheizt und so war der Gastank früher als sonst leer und musste gefüllt werden.
Da meine Mutter das Haus aber alleine unterhält musste sie deshalb jetzt gleich um Geld bitten. Da sie nicht bis zum Ende des Jahres warten kann.
Das hatten alle Mieter verstanden außer dieser, der nun gekündigt hat. 
Ehrlich gesagt, fand ich ihn schon die ganze Zeit seltsam und hab nur darauf gewartet, dass er Probleme macht.
Ich find es nicht schlimm, dass er auszieht, meine Mutter wird es weniger gut finden aber mit unseren Mietpreisen und unserer Maklerin werden wir die Wohnung sicher auch bald wieder vermietet haben.
Bin mal gespannt, was alles für Interessenten kommen und wer dann letzten Endes die Wohnungen bekommt.
Vielleicht bekomm ich in der größeren Wohnung dann doch noch ein kleines Kind, das ich mit Glück ab und zu betreuen darf.
Das wäre eine optimale Methode um neben der unbezahlten Ausbildung etwas Geld zu verdienen, der Weg wäre super kurz.

Sonntag, 7. April 2013

~07.04.13~ Ein normales Leben führen

Ein normales, geregeltes Leben führen, das klingt so einfach. Ob es für normale Menschen einfach is?
Für mich is es alles andere als einfach, auch wenn ich versuche, zu verbergen, wie dreckig es mir manchmal geht. 
Meine Mutter scheint es sowieso nich mehr zu interessieren, wie es mir geht. Wenn ich erzähle, dass es mir nicht gut geht, ignoriert sie es oder wird sogar aggressiv, als hätte sie genug davon, ein krankes Kind zu haben, jetzt wo meine Therapie zu Ende ist, hab ich schließlich gesund zu sein.
Ich kann es ihr nich verübeln. Jahre lang hab ich ihr meine Probleme erzählt und sie hat sich um mich gesorgt. Jetzt wo es mir besser geht, soll es mir eben dauerhaft gut gehen. 
Ja das is auch mein Wunsch und ich habe keine Lust und keine Energie mehr depressiv zu sein und den Stimmungsschwankungen ausgeliefert zu sein. Ja es geht mir besser, ja ich bin stabiler, es geht mir nie so richtig dreckig wie früher. Aber das wie es mir jetzt geht, is für den Moment schlimm genug. 
Das Gefühl nich mehr zu können, keinen Ausweg zu finden und die Aussicht auf ein Leben in dem man ständig und jeder Zeit wieder gegen ein Tief ankämpfen muss, machen das Wieder kehren meiner Suizidgedanken nur denkbar einfach. Und mit diesen kommt die Sehnsucht nach dem Schmerz. Denn eigentlich will ich leben. Doch ich will ein glückliches erfülltes und normales Leben führen und nicht ein Leben in dem ein einziger falscher Satz ein falsches Wort und sei es nur falsch verstanden wie ein Stoß in einen Abgrund wirkt und mich fallen lässt. Ich falle und habe kaum eine Möglichkeit irgendetwas daran zu ändern. Diese Hilflosigkeit, dieser Wunsch dagegen an zu kämpfen, gegen die negativen Gefühle, die unbegründete Trauer, den Schmerz, aber nicht zu wissen, was ich tun kann, wie ich mir helfen kann.
Allein dieses Gefühl ist schrecklich. Bedenkt man, dass ich gleichzeitig in einen dunklen Abgrund von unerklärlicher Traurigkeit falle und gegen Tränen ankämpfe, weil ich keinen Grund sehe zu weinen aber  gleichzeitig versuche, mir das Weinen zu erlauben, weil ich mir erhoffe, dass es mir hilft. Gleichzeitig einfach das Gefühl, tiefster, bodenloser Verzweiflung, dem Leben nicht gewachsen zu sein und dem Gefühl, nichts auf die Reihe zu bekommen, das mich auch begleitet, wenn es mir gerade "gut" geht.
"Es geht mir gut" liegt immer im Auge des Betrachters. Gesunde Menschen würden wohl bei Gefühlslagen mit denen ich schon zu frieden bin und davon rede, dass es mir gut geht, sagen, dass überhaupt nich ihr Tag ist und es ihnen total beschissen geht.
Früher war für mich oben beschriebene Situation schon gut. Denn früher war Dauerzustand Resignation, Traurigkeit, es ging mir einfach nicht gut, ich war tief depressiv und sah in nichts einen Sinn, ich lies mich schnell verunsichern und runter ziehen. Alles negative war für mich ein Beweis, dass das Leben keinen Sinn macht und mein Leben wertlos. Jeder "Fehler" meiner Seitz und sei es nur ein falsches Wort, war Grund für mich, mich nieder zu machen und mich als Wertlos zu bestätigen. 
Also ist mein momentaner Zustand gerade zu utopisch gut. Ich bin dabei eine positive Lebenseinstellung zu erarbeiten, was mir nur gelingt, wenn es mir "gut" geht ich also nicht dem oben beschriebenen ausgesetzt bin sondern Abgeschwächtem, erträglichem.
Ich sehe die Zukunft positiv und sehe viele Möglichkeiten für mich, Träume zu erfüllen, alles nach der Ausbildung erscheint mir hell. Die Ausbildung selbst versuche ich so gut wie möglich locker zu nehmen, was nicht gerade leicht fällt, wenn Mitschüler davon reden, dass sie zu Hause heulen und denken kurz vor einem Burn out zu stehen, weil sie die Ausbildung so fertig macht. 
Mitschüler bei denen man davon aus geht, dass sie gesund sind…zumindest gesünder als ich.
Leider lasse ich mich davon leicht runter ziehen. Und am liebsten würde ich dann einfach los schreien "Hört endlich auf rum zu jammern, stellt euch verdammt noch mal nich so an, ich leide an tiefen Depressionen und stell mich auch nich so an wie ihr, ich kämpfe und versuch es, ich nehm es hin und reg mich nich drüber auf und versuch alles ums mir leichter zu machen und ihr habt nix besseres zu tun, als so mutlos rum zu labern. Wie ein Schlag ins Gesicht, wenn ihr es schon kaum schafft, wie soll ich es schaffen. Behaltet doch eure Sorgen verdammt noch mal für euch." 
Aber ich kann es verstehen, wenn sie sich mitteilen wollen. Ich würde es ja auch gern, nur bin ich überzeugt davon, dass mein Leben keinen interessiert. Wen soll es schon interessieren?
So arbeite ich gerade daran, meinen Freunden nicht mehr mit zu teilen, wenn es mir schlecht geht. Schon lange hab ich bei ihnen das Gefühl, sie interessieren sich nicht mehr für meine Probleme, sie haben eigene mit denen sie zu kämpfen haben, Lernstress und andere Probleme. Und ich hab immer nur Augen für meine Probleme. Ich versuche zu lernen, nicht mehr so Ich-bezogen zu sein, als wäre ich die Einzige, die Probleme hat. Nein ich will statt dessen für Andere da sein. Auch wenn ich mir denke "Mädchen ich hätte gerne deine Probleme" jeder hat seine Probleme mit denen er zu kämpfen hat, die hart für ihn sind. Das ist Gewöhnungssache. Wer schulische Probleme hat, sieht das als riesen Problem. Weil er nicht gewöhnt is, daneben noch Mobbing und Depressionen sowie familiären Problemen aus gesetzt zu sein. Probleme prägen. Viele Probleme prägen viel.
Das macht Menschen die mit dem Leben nicht klar kommen aber vor geben, klar zu kommen, damit sich keiner sorgt, denn sie wollen keinem Sorgen bereiten, wo sie schon so lange Sorgen machen und jetzt sollen sich alle um ihre eigenen Probleme kümmern. Man will keinem zur Last fallen.

Es klingt so einfach, keinem zur Last zu fallen. Aber wenn einem nach Heulen ist und man weiß nich wieso und führt einen Kampf gegen sich selbst, es zu zu lassen und gleichzeitig zu verbieten. Man ist tief traurig und weiß nicht wieso, vor einer Minute hatte man noch Hoffnung und jetzt weiß man gar nicht mehr, wie man jemals an etwas Gutes in dieser Welt glauben konnte und die Kraft für sowas wie Hoffnung und Träume finden konnte. Die Träume die einem so wichtig waren, sind einem scheißegal denn sie sind sowieso unerreichbar und kindisch außerdem weil sie nie um zu setzen wären. 
Ich habe das Gefühl nur wenn es mir wirklich schlecht geht, habe ich einen realistischen Blick auf das Leben. Was mich auch dann nachdenklich macht, wenn es mir eigentlich gut geht, ich denke dann "Als es mir schlecht ging, war es so unlogisch je etwas davon erreichen zu können, alles was ich tue, war sinnlos und meine Pläne waren unerreichbar, kindisch und unrealistisch, das kann doch nicht einfach so sein, da muss doch was wahres dran sein, was wenn ich sinnlos Träumen nach jage und mein Leben verschwende, wenn ich das hier um sonst durch mache". Das lässt mich regelmäßig an meiner Wahl die Ausbildung zur Erzieherin zu machen zweifeln. Und das im Vorpraktikumsjahr. Noch zwei schulische Jahre und ein Anerkennungsjahr stehen mir bevor, wie soll ich das so schaffen? Wie kann ich die Ausbildung schaffen, wenn ich nicht mal ein geregeltes Leben auf die Reihe bekomme? 
Ich kämpfe und kämpfe, doch für was? Für welchen Preis? Meine geliebten Katzen kommen zu kurz, jene wegen denen ich heute noch lebe, wegen denen ich mich immer wieder gegen den Suizid entscheide und für das Leben, für das weiter Kämpfen. Was ich alles verpasse, ich bin eine schlechte Katzenmama. Ich kann mich nicht mal um sie kümmern, wie soll ich mich je um meine eigenen Kinder kümmern können und gleichzeitig die Kinder im Kindergarten von fremden Eltern gut betreuen?

Mittwoch, 27. Februar 2013

~27.02.13~ Fertig

Ich kann einfach nicht mehr, ich hab keine Lust mehr. Man arbeitet und arbeitet und arbeitet und ständig kommt neues. Man gibt sich Mühe aber nie is es genug, nie ausreichend.
Man gibt sich Mühe, sich anders zu verhalten, netter und kontrollierter zu sein, sich weniger auf zu regen und immer so zu sein, wie die jeweiligen Menschen um einen rum einen grade haben wollen.
Aber man scheint nie gut genug zu sein. Wenn man sich zu viel sorgt is es schlecht, nimmt man was locker und macht sich keine Sorgen oder interessiert sich einfach für etwas nich, is es den Anderen auch nich recht. Denen aus der Schule is es lieber, ich sitze depressiv da und rede nich viel.
Meiner Familie is es entweder egal wie es mir geht oder sie wollen, dass es mir gut geht, aber wenn es einem nicht gut geht, dann is man nich gut genug.
Man ist der Kummerkasten für alle, womit man selbst kämpft, das is den Anderen egal, sie haben es ja schon so oft gehört. Und selbst wenn sie es nicht oft gehört haben, dann wollen sie es nicht wissen.
Sind ja schließlich meine Probleme und nich ihre mit denen sie sich nich auseinander setzen wollen.
Ich setz mich auch nich gerne mit meinen auseinander und bekomm dann noch ihre erzählt. Aber ich hätte lieber ihre, als meine.
Aber is ja egal, weil meine Probleme sind egal, weil sie haben ja alle ihre eigenen, mit denen sie kämpfen, die ja soooo schlimm sind.
Und was is mit meinen Problemen? Die sind halb so schlimm und ich soll mich zusammen reißen, nich so anstellen, wäre ja schon 18 Jahre und damit erwachsen, müsste damit klar kommen.
Ich reiß mich schon zusammen, meine Probleme sind nur so groß, dass ich sie nicht oder kaum noch verbergen kann. Das rafft ihr nur nich. Ich will nich wissen, was ihr über mich denkt, nur weil man es mir so leicht ansieht, wie es mir geht. Aber es is mir egal, reißt euch zusammen und haltet das durch dann können wir weiter reden.

Freitag, 8. Februar 2013

~08.02.13~ Überflüssig

Das Gefühl überflüssig zu sein.
Keine Einrichtung scheint einen zu brauchen, die aus der Klasse nicht, kein Junge scheint sich für einen zu interessieren und die Freunde haben auch Andere.
Nirgends die erste Wahl, nie mal wirklich wichtig.
Keinem.
Was macht man dann?
Ich weiß nicht ob es überhaupt normale Menschen gibt, die so ab normal denken aber vielleicht denke ich nicht nur, dass es so ist, vielleicht ist es wirklich so?
Was ist das schlimmste Gefühl, dass man haben kann?
Neben Schmerz, Trauer und der Einsamkeit, ist das Gefühl der Überflüssigkeit seiner selbst.
Und darin enthalten sind genannte Gefühle auch.
Ich will ja gar nicht viel, nur dass ich das Gefühl habe, für eine einzige Person bin ich wichtig und sie braucht mich. Wenn sie ein Problem hat, dann kommt sie zu mir, wenn sie was unternehmen will, fragt sie mich, ob ich mit gehe.
Einfach eine Person, die mir das Gefühl gibt, gut so zu sein, wie ich bin und wichtig für sie zu sein. Und ich kann ihr das Gefühl geben, dass ich sie auch brauche und sie mir wichtig ist. 

Aber wofür Wunschdenken?
Es tut doch immer wieder weh.
So habe ich entschieden. Ich bin unwichtig, aber vielleicht hat es zumindest einen Zweck, dass ich geboren wurde und ich hab noch irgendeine Aufgabe zu erfüllen, bevor oder während ich sterbe.

Ich will meine Augen schließen, einschlafen und nie wieder aufwachen.
Ich will frei sein, frei wie ein Vogel, unbeständig wie eine Wolke.
Einfach nicht mehr existieren müssen, denn wenn mich niemand braucht, so brauch ich nicht existieren.
Denn was ist ein Menschenleben wert, das von keinem gebraucht wird.

Mittwoch, 30. Januar 2013

~30.01.13~ Verknallt in den Nachbarn

Man könnte es als sehr unklug bezeichnen. Aber ich kann es dummer weiße nicht ändern. Es scheint so, als hätte ich mich tatsächlich in unseren Mieter verknallt. Was erstens allein schon deswegen schlecht ist, da er unser Mieter ist, so hat man räumlich gesehen wohl zu wenig Abstand, dazu wäre das Risiko da, mal angenommen, es würde etwas aus uns werden, dass er auszieht, wenn es mit uns aus ist.

Aber davon mal ganz abgesehen, will er sowieso nichts von mir. Das glaube ich zumindest und das liegt ganz alleine an mir. Denn wer würde sich schon in jemanden verlieben, der schweigsam, seltsam und manchmal ziemlich unfreundlich rüber kommt.

Ich kann es schlecht erklären, aber ich verzweifle daran.
Seit ich mehr Selbstbewusstsein habe, habe ich in der Regel nicht mehr soooo viel Probleme mit Menschen, die ich neu kennen lerne. Es kommt immer auf die Situation an. Leute von meinen Freunden, da kann ich jetzt ganz locker sein. Bei Erwachsenen kommt es immer drauf an, ob jemand da ist, bei dem ich auch offen bin, um was es mit den Erwachsenen geht und besonders, wie sie auf mich zu kommen.
Wenn ich in eine neue Klasse komme, wie vor Kurzem, hab ich schon noch Probleme aber mit der Zeit geht das.
Aber egal wo ich neue Jungs kennen lerne, ich bin komisch, reagiere sehr ausweichend, rede nicht mit ihnen, schau sie oft kaum an und wirke vielleicht schon ablehnend.

In diesem Fall bin ich auch noch generell ziemlich schweigsam und da es mir zur Zeit sowieso nicht gut geht, sehe ich auch selten halbwegs glücklich aus.
Wie soll man sich denn schon in so was verlieben?
Aber egal, das tut er ja sowieso nicht. Ich werde damit klar kommen müssen und dazu kann ich gar nicht so sehr verliebt sein, weil ich ihn gar nicht kenne.
Das was ich von ihm bis jetzt mit bekommen habe, sagt nichts über ihn aus, er kann sonst auch ganz anders sein.

Das sage ich mir immer wieder  in der Hoffnung es wäre wahr.
Wenn er bald ausziehen muss, dann hat sich das Problem vermutlich sowieso ganz einfach gelöst.
Wenn weder er durch Hilfe vom Staat, noch seine Mutter die Miete zahlen können, muss er wieder ausziehen.

Wird es aber doch noch, dann werd ich lernen müssen, damit zu leben, weil ich bezweifle, dass er etwas von mir will oder je wollen wird.

Dazu kommt noch, dass er nicht ganz der einzige ist, bei dem es gewisse Anzeichen gibt. 
Bei dem anderen Jungen kommen die Anzeichen aber nicht von mir, sondern von ihm.
Ein Freund von mir.
Immer wenn ich mit ihm zusammen irgendwo sitze, endet es damit, dass er mich kitzelt und ich halber auf ihm liege.
Ich weiß nich, ob er wirklich was von mir will / Interesse an mir hat, aber ich rede mir immer ein, dass es nicht so ist, dass er einfach super lieb ist und mein schwuler, nicht schwuler Freund ist.

Dienstag, 15. Januar 2013

~15.01.13~ Für immer depressiv?!

Und mal wieder fiel ich. Dabei tu ich doch alles dafür, dass es mir besser geht. Ich nehme Medikamente, ich benutze ein Gerät, das Licht auf mein Gehirn scheint (und das hilft ja wirklich) und ich versuche immer positiv zu denken und daran zu glauben, dass es besser wird und es mir eines Tages gut gehen wird.
Aber so sehr ich daran auch versuche fest zu halten, immer kommt wieder ein Tief, unerwartet, unvorbereitet. Zumindest meistens. Und dann muss ich kämpfen. Kämpfen mir nichts an zu tun und gleichzeitig zu kämpfen, dass keiner merkt, dass etwas nicht stimmt, dafür zu sorgen, dass ich eine gewisse Grundstimmung habe, die nicht unterschritten wird. Äußerlich zumindest.
Doch innerlich, da falle ich in Ewigkeit.
Wo wir gerade bei Ewigkeit sind, wo ist der gute Gott? Wo ist er für mich? Wo hilft er mir? Ich scheiß auf Gott weil er war nie da, er hat nie geholfen. Die Menschen sollen doch glauben was sie wollen aber ich glaube es nicht.